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Ausreichend Schlaf

Frühe Schlafenszeiten verringern das Depressionsrisiko

Jugendliche, die früh schlafen gehen, haben einer US-Studie zufolge ein geringeres Risiko, eine Depression oder Selbstmordgedanken zu entwickeln.

Jugendliche, die regelmäßig erst nach Mitternacht einschlafen, entwickeln einer Studie zufolge eher eine Depression und Selbstmordgedanken als Gleichaltrige, die früher in den Federn liegen. Die verantwortlichen Forscher konnten außerdem zeigen, dass Jugendliche, die weniger als fünf Stunden pro Nacht schlafen, ein um 71% höheres Depressionsrisiko haben als jene Altersgenossen, die es auf acht Stunden Schlaf pro Nacht bringen.

Das Forscherteam um Psychiater James Gangwisch vom Columbia University Medical Center in New York wertete für die Studie die Daten von etwa 15.500 Teenagern und ihren Familien aus, die zwischen 1994 und 1996 an der Add Health Study teilgenommen hatten. In dieser groß angelegten landesweiten Untersuchung war der Gesundheitszustand von Jugendlichen aus allen Bevölkerungsgruppen erfasst worden. Die Auswertung der Daten untermauerte die Hypothese der Forscher, dass Schlafmangel einen erheblichen Einfluss auf das Risiko einer Depression haben kann.

Einem von 15 der untersuchten Jugendlichen wurde damals eine Depression diagnostiziert. 13 Prozent der Jugendlichen hatten außerdem angegeben, im vergangen Jahr mindestens einmal Selbstmordgedanken gehabt zu haben. Die aktuelle Analyse konnte nun zeigen, dass das Risiko einer Depression bei Jugendlichen, die erst nach Mitternacht einschlafen, um 24 Prozent höher ist als das von Gleichaltrigen, die bereits 22 Uhr im Bett liegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Nachwuchs mit Selbstmordgedanken herumquält, ist um 20 Prozent erhöht. Im Falle der jungen Kurzschläfer steigt das Risiko von Suizidgedanken sogar um 48 Prozent gegenüber den Teenagern, die 8 Stunden pro Nacht schlafen.

James Gangwisch erläutert, dass Schlafmangel das emotionale Zentrum des Gehirns und damit die Stimmung und die Fähigkeit der Stressverarbeitung beeinflusst. Ausreichend Schlaf kann diesen folgenreichen Effekten vorbeugen.


Quelle: Nach Informationen der Fachzeitschrift "Sleep"
Autor: Sibylle Fünfstück
Stand: Jan 4, 2010


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