Alkoholkonsum
Eltern unterschätzen die Gefahr
Das britische Ministerium für Kinder, Schule und Familie warnt die Eltern, die gefährlichen Konsequenzen von Alkoholkonsum in jungen Jahren herunterzuspielen.
Erziehungsminister Ed Balls sagt, dass Eltern, die sich um die Sicherheit ihres Nachwuchses sorgen, verstehen sollten, dass es eine klare Verbindung zwischen Alkoholkonsum und risikofreudigem Verhalten gibt. Tatsächlich jedoch denken die wenigsten Eltern, dass Alkoholkonsum ihren Kindern ernsthaft schaden kann. Die Warnungen des Ministeriums sowie die Befragung sind Begleiterscheinungen einer öffentlichen Kampagne, die jungen Menschen einen sicheren und sensiblen Umgang mit Alkohol vermitteln soll.
Die Befragung, die von der Webseite "Mumsnet" durchgeführt wurde, brachte ans Tageslicht, dass nur wenige der Eltern von Kindern zwischen neun und 16 Jahren ernsthaft besorgt sind, wenn ihre Sprösslinge Alkohol trinken. Sie zerbrachen sich ihren Kopf stattdessen über Themen wie Drogenmissbrauch, Verkehrsunfälle und Teenagerschwangerschaften. Die Befragung ergab außerdem, dass nur ein Viertel aller Eltern mit ihren Kindern über die Risiken spricht, die vom Alkohol ausgehen. Fast zwei Drittel der Eltern hatten keine Sorge, dass ihre Kinder im Alter von 16 Alkohol trinken könnten.
Ball riet den Eltern, ihre Kinder schon vor den Feierlichkeiten zu Neujahr zur Seite zu nehmen und über die Risiken aufzuklären, die mit Alkohol einhergehen können. Dazu zählen etwa Unfälle oder auch Teenagerschwangerschaften. "Forscher haben belegt, dass junge Menschen, die regelmäßig trinken, mit einer größeren Wahrscheinlichkeit in der Schule zurückbleiben, häufiger in Verkehrsunfälle involviert sind und ungeschützten Sex haben", erklärt Ed Bell. "Wenn Eltern den Zusammenhang von Alkohol und risikofreudigem Verhalten erläutern, können sie ihren Kinder dazu verhelfen, dass sie selbst ihre Entscheidungen treffen, nicht der Alkohol."








