Bildung und Gesundheit
Männer profitieren gesundheitlich von Partnerinnen mit guter Bildung
Eine Frau, die eine gute Ausbildung genossen hat, verlängert einer schwedischen Studie zufolge nicht nur das eigene, sondern auch das Leben ihres Partners.
Männer, die ihr Leben möglichst lang in vollen Zügen genießen wollen, sollten bei der Wahl der Partnerin einmal mehr auf den Bildungsweg achten. Laut einer aktuellen schwedischen Studie sollen Männer, deren Partnerinnen nur einen Schulabschluss vorweisen können, ein 25 Prozent höheres Risiko haben, früher zu sterben, als jene Geschlechtsgenossen, die mit einer Hochschulabsolventin liiert sind. Männer wiederum beeinflussen über ihren sozialen Status und das Einkommen die Lebenserwartung ihrer Frau.
Die Ergebnisse der Forscher basieren auf einer Studie von über einer Million arbeitstätiger Schweden im Alter von 30 bis 59, deren Daten im Zuge einer Volkszählung erfasst wurden. Um die Auswirkungen einer guten Bildung auf die Gesundheit zu erfassen, registrierten die Forscher über 13 Jahre hinweg Informationen zu Krankheitsfällen und Todesursachen, so etwa Krebs, Herzinfarkte und Schlaganfälle. Dabei zeigte sich, dass die Bildung einer Frau wichtiger für die Lebenserwartung ihres Partners ist als seine eigene Bildung. Aber auch ihr Gesundheitszustand profitiert von einem Hochschulabschluss. So ist ihr Sterblichkeitsrisiko 53 Prozent höher, wenn ihr Bildungsweg mit einem normalen Schulabschluss endete.
Die Autoren der Studie zeigen sich selbst verblüfft über die Ergebnisse und bieten sogleich eine Erklärung an. Demnach können gut ausgebildete Frauen Krankheitssymptome besser einschätzen und die entsprechenden Hilfsmaßnahmen ergreifen, wenn ein Mitglied der Familie erkrankt ist. Außerdem nehmen solche Frauen auch auf den Lebensstil und die Ernährung ihrer Familie Einfluss. Studienleiter Dr. Robert Erikson erklärt: „In vielen Familien sind es noch immer die Frauen, die das Essen auf den Tisch befördern. Damit haben nehmen sie sehr direkten Einfluss.“



