Urbanes Leben
Übergewicht dank großer Dichte an Fast-Food-Ketten
Ein Bummel durch die Wohngegend ist gesund, es sei denn, er führt direkt zum nächsten Fast-Food-Restaurant. Abhilfe schafft ein Umzug oder der Kauf eines Autos.
Forscher von der Universität Pittsburgh sind bei Recherchen auf ein gewichtiges Argument für einen Umzug gestoßen. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass ein Leben ohne Auto in einer Nachbarschaft, die eine hohe Dichte an Schnellrestaurants hat, das Risiko für Übergewicht in die Höhe treibt. Menschen in Gebieten mit einer hohen Fast-Food-Dichte und ohne Auto sind im Schnitt 6 Kilo schwerer als ihre Nachbarn, die entsprechende energieintensive Verlockungen umfahren können.
Bisher erfreuten sich Autos keines guten Rufes unter Medizinern. Der Besitz eines fahrbaren Untersatzes verleitet zu einem all zu bequemen Lebensstil und kann sich entsprechend ungünstig auf Fitness und Körpergewicht auswirken. Bei einem Wohnumfeld, in dem an allen Ecken Imbissbuden und Schnellrestaurants locken, scheint ein Auto jedoch gute Dienste zu leisten. Studienleiterin Sanae Inagami: "Menschen, die sich kein Auto leisten können, können nicht so weite Strecken zurücklegen, um an gesunde Nahrungsmittel zu kommen. Daher greifen sie gehäuft zum preiswerten und kalorienreichen Essen populärer Fast-Food-Ketten."
Die Forscher werteten eine Nachbarschaftsstudie aus, bei der über 2000 Erwachsenen aus Los Angeles befragt wurden. Sie gaben Auskunft zur Restaurant-Dichte in der Nachbarschaft, einem möglichen Autobesitz und ihrem Body Mass Index (BMI). Autobesitzer wogen im Schnitt gute 4 Kilo mehr als Menschen, die kein Auto besitzen. In Gegenden mit vielen Schnellrestaurants wiederum brachten Menschen mit Auto weniger auf die Waage als ihre Nachbarn, die alle Wege zu Fuß zurücklegen.



