Bier
Moderater Konsum kann Frauenknochen stärken
Frauen, die moderate Mengen Bier trinken, stärken einer spanischen Studie zufolge ihre Knochen. Einen Freifahrtsschein für den Genuss des Gebräus stellen sie jedoch nicht aus.
Forscher aus Spanien berichten im Fachmagazin "Nutrition", dass die Knochendichte von Frauen, die gelegentlich ein Bier genießen, höher ist als die abstinenter Frauen. Zu diesem Ergebnis sind die Wissenschaftler im Zuge ihrer Suche nach Zusätzen gekommen, die dabei helfen, die Stabilität der Knochen bis ins hohe Alter zu erhalten. Verantwortliche für die Wirkung des Hopfen-Gebräus sei dabei nicht der Alkohol, sondern die enthaltenen Hormone. Die Studienautoren von der University of Extremadura in Caceres räumen ein, dass es nicht darum geht, Frauen zu ermutigen, ihrer Knochengesundheit zuliebe Bier zu trinken. Dennoch sollte die Wirkung der im Bier enthaltenen Phytoöstrogene näher untersucht werden.
An der Studie nahmen knapp 1700 Frauen teil. Die Forscher untersuchten die Knochendichte ihrer Finger und berücksichtigten dabei Faktoren wie das Körpergewicht, Alter und das Trinkverhalten. Frauen, die eine Alkoholmenge von bis zu 280 Gramm pro Woche zu sich nahmen, hatten eine höhere Knochendichte als Frauen, die keinen Alkohol tranken. Die Forscher fügen an, dass der Grad zwischen einer gesunden und einer gesundheitsschädlichen Dosis jedoch sehr schmal ist. Eine Menge von mehr als zwei sogenannten UK-Units täglich, was einer Menge von 16 Gramm reinem Alkohol entspricht, wirkt sich nachteilig auf die Knochengesundheit aus. 280 Gramm reiner Alkohol pro Woche wiederum entsprechen bereits der doppelten Menge der empfohlenen Maximaldosis für Frauen.
Die gewonnenen Erkenntnisse werden von früheren Studien gestützt. So konnten Forscher des St. Thomas Hospitals in London vor einigen Jahren zeigen, dass sich eine Alkoholmenge von durchschnittlich 18 Gramm Alkohol pro Woche positiv auf die Knochenstabilität auswirken kann. Dr. Claire Bowring von der National Osteoporosis Society sagt, dass Frauen ihren Bierkonsum trotz allem nicht in die Höhe schrauben sollten, da Alkohol gesundheitlich nicht als unbedenklich eingestuft werden könne.



