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Junkfood

Fettreiche Kost macht träge und vergesslich

Wer sich überwiegend von fettreichem Junkfood ernährt, verringert die Leistung seines Kurzzeitgedächtnisses und macht bei körperlicher Belastung schneller schlapp.

Diesen Effekt konnten Forscher der University of Cambridge zumindest bei Ratten beobachten. Bereits neun Tage fettreiche Kost verwandelten kluge und rege Ratten in geistig und körperlich langsame Nagetiere. Für ihre im "Fachjournals für Experimentelle Biologie" (FASAB) veröffentlichte Studie unterteilten die Wissenschaftler Ratten in zwei Gruppen. Die eine Gruppe erhielt eine Diät mit einem Fettanteil von nur 7,5 Prozent, während sich die andere Gruppe an einem Fettanteil von 55 Prozent labte. Der Fettgehalt der zweiten Gruppe entspricht einer Ernährungsweise, die vor allem aus Junkfood besteht.

Bereits vier Tage reichten, um die Sauerstoffausnutzung und die Energiegewinnung in den Muskeln der fettreich ernährten Nager deutlich zu verringern. Beide Faktoren beeinflussen direkt die sportliche Ausdauer. Entsprechend schlecht schnitten die Ratten mit der fettreichen Diät auf dem Laufband ab. Am fünften Tag des Versuches liefen sie 30 Prozent weniger weit als ihre fettarm ernährten Artgenossen, am neunten Tag waren es sogar 50 Prozent. Nicht weniger schlecht war es um die geistigen Fähigkeiten der Junk Food-Nagetiere bestellt. Sie hatten deutlich mehr Probleme, die richtigen Wege in einem Test-Labyrinth zu erinnern als die Ratten der zweiten Gruppe.

Die Forscher machten sich auf die Suche nach der Ursache für den starken körperlichen und geistigen Abbau der fettreich ernährten Ratten und stießen dabei auf einen stark erhöhten Spiegel eines bestimmten Proteins in den Muskeln und den Zellen des Herzens. Dieses Protein verringert die Sauerstoffausnutzung und macht die Energiegewinnung in den Zellen weniger effektiv, was zumindest das schlechte Abschneiden der "fetten" Ratten auf dem Laufband erklärt.

Studienleiter Andrew Murray: "Bekannt ist, dass eine fettreiche Ernährung, wie sie typisch ist für die westliche Welt, mit Langzeit-Folgeerscheinungen wie Fettsucht, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen einhergeht. Die kurzzeitigen Konsequenzen jedoch finden noch immer zu wenig Beachtung." Weitere Studien sollen zeigen, inwiefern sich die jüngsten Forschungsergebnisse auf den Menschen übertragen lassen. Bis die neuen Ergebnisse vorliegen, raten die Forscher dazu, den Fettgehalt der Nahrung zu reduzieren.


Quelle: Nach Informationen des "Fachjournals für Experimentelle Biologie"
Autor: Sibylle Fünfstück
Stand: Aug 20, 2009


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