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HPV-Impfung zur Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs

Impfung scheint wirkungsvoll

Um der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs vorzubeugen, empfiehlt die Ständige Impfkommission STIKO die Impfung gegen HPV. Studien belegen die Wirksamkeit der Impfung.

Infektionen mit Humanen Papillomviren (HPV) gelten als der bedeutendste Risikofaktor für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs, dem sogenannten Zervixkarzinom. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt daher, Mädchen und junge Frauen im Alter von 12 bis 17 Jahren möglichst vor dem ersten Geschlechtsverkehr gegen die Infektion zu impfen. Die Kosten für die insgesamt drei notwendigen Impfungen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen.

Impfung gegen die Hauptverursacher von Gebärmutterhalskrebs

Die derzeit eingesetzten Impfstoffe richten sich gegen die HPV-Typen 16 und 18, die vermutlich in sieben von zehn Fällen von Gebärmutterhalskrebs an der Entstehung beteiligt sind und damit als die am häufigsten für den Krebs verantwortlichen HPV-Typen gelten. Die Verbreitung von HPV unter jungen Erwachsenen ist Untersuchungen zufolge sehr hoch. Die Viren können, wenn einer der beiden Partner infiziert ist, leicht übertragen werden. Da es schon beim ersten Sexualkontakt zur Infektion mit HPV kommen kann, sollten alle drei notwendigen Impfungen am besten vor dem ersten Geschlechtsverkehr abgeschlossen sein. Doch auch noch nach ersten Sexualkontakten wird die Impfung empfohlen. Kondome hingegen bieten keinen ausreichenden Schutz vor einer Ansteckung mit HPV.

Wirksamkeit der Impfung ist nachgewiesen

Untersuchungen belegen inzwischen, dass die Impfung nicht nur wirksam gegen HPV-Infektionen ist, sondern auch effektiv vor den Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs, den sogenannten zervikalen intraepithelialen Neoplasien (CIN), schützt. Aus diesen Vorstufen kann sich nachweislich Gebärmutterhalskrebs entwickeln.

In einer Studie beispielsweise wurde eine große Zahl 15- bis 25-jähriger Mädchen und Frauen aus Europa, Amerika und dem asiatisch-pazifischen Raum mit dem HPV-Impfstoff behandelt. Gegenüber nicht geimpften Kontrollpersonen erkrankten sie in den durchschnittlich drei Jahren Nachbeobachtungszeit erheblich seltener an HPV-16 oder 18-bedingten Gebärmutterhalskrebsvorstufen. Dank der Impfung könne vermutlich die Häufigkeit von Gebärmutterhalskrebs langfristig gesenkt werden, so schlussfolgerten die Wissenschaftler.

Kein Ersatz für regelmäßige Früherkennungsuntersuchung

Die HPV-Impfung kann allerdings die regelmäßige Krebsfrüherkennungsuntersuchung durch den Frauenarzt nicht ersetzen. Bei dieser Untersuchung werden mithilfe des sogenannten PAP-Tests auch Krebsvorstufen und Krebserkrankungen erkannt, die mit anderen HPV-Typen als 16 bzw. 18 oder gänzlich anderen Ursachen in Verbindung stehen.


Quelle: Paavonen, J. et al.: Efficacy of human papillomavirus (HPV)-16/18 AS04-adjuvanted vaccine against cervical infection and precancer caused by oncogenic HPV types (PATRICIA): final analysis of a double-blind, randomised study in young women. In: The Lancet 374(9686), (2009), S. 301-314
De Sanjose, S. et al.: Human papillomavirus genotype attribution in invasive cervical cancer: a retrospective cross-sectional worldwide study. In: The Lancet Oncology 11(11), (2010), S. 1048-1056
Burchell, A. N. et al.: Human Papillomavirus Infections Among Couples in New Sexual Relationships. In: Epidemiology 21(1), (2010), S. 31-37
Impfprävention HPV-assoziierter Neoplasien. S3-Leitlinie der Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie (AG HPV-Management-Forum), Deutschen STD-Gesellschaft, Deutschen Dermatologischen Gesellschaft. Nr. 082/002. Stand: 06/2008
Autor: Kathrin Sommer
Stand: Jan 14, 2011


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