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Zucker hat viele Namen

Ein kleines ABC

Dass Zucker in großen Mengen gesundheitsschädlich ist, weiß fast jeder. Wer allerdings glaubt, dass der Hinweis "zuckerfrei" oder "kristallzuckerfrei" ein Freibrief ist, liegt falsch. Denn Zucker hat viele Geschwister, die sich hinter anderen Namen verstecken und den Gesamtzuckergehalt in Lebensmitteln kräftig nach oben schnellen lassen können.

Dextrose wird auch als Glucose bezeichnet und genießt als Traubenzucker einen guten Ruf. Er ist zwar in Weintrauben enthalten, wird industriell aber aus Mais- oder Kartoffelstärke gewonnen. Ob pur als Bonbon, Tablette oder Pulver oder als süßende Zutat in Ketchup oder Wurst ist Traubenzucker genau wie üblicher Haushaltszucker ein reines Kohlenhydrat ohne Vitamine, Mineralstoffe oder andere Nährstoffe. Er ist halb so süß, liefert aber genau so viele Kalorien wie Haushaltszucker und ist ebenso kariesfördernd.

Auch als schneller Energielieferant für Sportler ist er nicht so gut geeignet wie es die Werbung verspricht. Denn die Energie ist schnell wieder verbraucht und bringt ein neues Leistungstief mit sich. Ein Stück Obst, das neben Traubenzucker auch noch reichlich Vitamine und Mineralstoffe liefert, ist die bessere Alternative.

Invertzucker entsteht durch Kochen von Zucker mit verdünnter Säure. Dabei wird der süße Geschmack um etwa 20 Prozent verringert.

Lactose, auch Milchzucker genannt, kommt natürlicherweise in Milch und Milchprodukten vor. Milchzucker wirkt leicht abführend. Vorsichtig sollten diejenigen sein, die unter einer Milchzucker- oder Lactose-Unverträglichkeit zu leiden haben. Für sie sind Milchzucker sowie auch viele Milchprodukte nicht geeignet.

Maltodextrin wird meist aus Stärke hergestellt.

Malzextrakt wird aus gekeimter und gerösteter Gerste (Malz) gewonnen.

Malzzucker wird auch Maltose genannt. Er wird aus Malz gewonnen und schmeckt 40 Prozent weniger süß als "normaler" Zucker.

Saccharose ist nichts anderes als normaler weißer Haushaltszucker oder Kristallzucker.

Wer über den wahren Zuckergehalt in Lebensmitteln Bescheid wissen möchte, sollte unbedingt einen Blick auf die Zutatenliste werfen. Hier müssen alle Bestandteile, also auch alle Zuckerarten, in absteigender Reihenfolge aufgeführt sein.


Autor: Springer Medizin
Stand: Aug 13, 2007


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