Pfeffer
Der gesunde Scharfmacher
Pfeffer darf in keiner guten Küche fehlen. Er verleiht dem Essen einen würzigen Geruch und sorgt dafür, dass Fleischgerichte besonders bekömmlich sind. Wichtigster Bestandteil der Körner ist Piperin. Ein Stoff mit besonderer Wirkung: Er hilft bei Krämpfen, rheumatischen Schmerzen, regt die Verdauung an, bekämpft unreine Haut und lindert sogar Husten.
Pfeffer hat magische Kräfte. Das jedenfalls glaubten die Menschen zu Zeiten, als das tropische Gewürz noch unerschwinglich teuer war. Vor allem die aphrodisierende Wirkung machte den Pfeffer so beliebt. Heute wissen wir zwar, dass die Lust im Kopf entsteht. Aber die durchblutungsfördernde Wirkung des scharfen Gewürzes kann beim Liebesspiel sicher nicht nachteilig sein.
Der wichtigste Inhaltsstoff des Pfeffers ist Piperin. Fast schon eine medizinische Allzweckwaffe. Seine Schärfe stellt für den Körper einen Schmerzreiz dar, welcher die körpereigene Produktion von Endorphinen im Gehirn ankurbelt. Diese auch als Glückshormone bekannten Stoffe sorgen vor allem für Wohlbefinden. Doch das ist nicht alles. Piperin regt die Verdauung durch Sekretion der Verdauungssäfte und Erhöhung der Beweglichkeit der Darmzotten an. Hinzu kommt ein positiver Effekt auf die Fettverbrennung. Außerdem hemmt Pfeffer, wie auch das verwandte Capsaicin aus Chilli, das Wachstum schädlicher Bakterien und ist eins der stärksten Insektengifte. Das mag einer der Gründe sein, warum in der dritten Welt oft sehr scharf gegessen wird.
Richtig angewandt geht Pfeffer wirksam gegen Erkältungen, Bronchitis und Halsschmerzen vor und ist sogar in der Lage, Fieber zu senken. Die traditionelle indische Ayurveda-Medizin rät Menschen, die leicht frieren, mehr Pfeffer zu essen.
Durch die Verarbeitung erhält Pfeffer unterschiedliche Farben
Egal ob schwarz, rot, weiß oder grün - die verschiedenen Pfeffersorten stammen alle von derselben tropischen Kletterpflanze. Zur Herstellung schwarzer Pfefferkörner werden die unreifen Beeren des Strauchs in der Sonne getrocknet. Um den etwas milderen weißen Pfeffer zu produzieren, legt man die reifen Beeren in Wasser ein, entfernt die Schalen und trocknet die Früchte. Die roten Körner können in Salzlake konserviert werden. Grüner Pfeffer wird unreif geerntet und dann ebenfalls in Salzwasser oder Essig eingelegt.
Mit Pfeffer gegen Erkältung und sexuelle Unlust
Bei Bronchitis, Halsschmerzen und Erkältungskrankheiten
Etwas gemahlenen Pfeffer und 1-2 Teelöffel Honig mit 150 Milliliter Milch aufkochen und zwei- bis dreimal täglich trinken.
Fiebermischung
Zwei Teelöffel schwarze Pfefferkörner im Mörser zerkleinern, mit zwei gehäuften Esslöffeln Zucker und einem halben Liter Wasser zum Kochen bringen. Bei schwacher Hitze einkochen lassen, bis sich die Menge auf eine Tasse reduziert hat. Bei Fieber diese Menge esslöffelweise über den Tag verteilt einnehmen. Für Kinder nur die Hälfte zubereiten.
Bei Verstopfung
Einen Teelöffel Pfeffer in Pfefferminz- oder Zitronenblättertee geben und dann langsam trinken.
Bei Schmerzen
Jeweils fünf Tropfen homöopathisches Pfeffer-Gewürzheilmittel nach Bedarf direkt auf der Zunge zergehen lassen und einige Sekunden im Mund behalten.
Bei düsterer Stimmung und sexueller Unlust
Drei Mal täglich sieben Tropfen homöopathisches Pfeffer-Gewürzheilmittel einnehmen sowie kalte Waschungen der Arme mit fünf Tropfen ätherischem Pfefferöl in einem Liter Wasser durchführen.



