Sauer und gesund

Würziger Sauerampfer

Sauerampfer ist das wilde Kraut für alle, die gern Saures essen. Ob frisch von der Wiese gepflückt oder auf dem Markt gekauft, ist er in der Küche vielseitig zu verwenden. Aber Sauerampfer ist nicht nur sauer, sondern auch gesund. Doch Vorsicht: Sauer schmeckt er, weil er viel Oxalsäure enthält und diese hat schon manchem Probleme bereitet.

Sauerampfer gehört mit zu den Unkräutern, die der modernen Landwirtschaft im Wege stehen, weil sie angeblich wichtige Nutzpflanzen behindern. Als typisches Wiesenunkraut ist er bei den Bauern besonders unbeliebt, weil es beim Vieh Verdauungsbeschwerden auslöst. Sauerampfer ist aber auch eine köstliche, vitamin- und mineralstoffreiche Gemüse- und Würzpflanze.

Sauerampfer - Eine Delikatesse für Saucen und Salate

Wer hat nicht schon als Kind davon genascht? In Frankreich ist der Sauerampfer so beliebt, dass er in Gärtnereien gezogen und auf Märkten verkauft. Von April bis in den Hochsommer werden für Salate oder Suppen die Triebspitzen, Stengel oder die jungen Blätter verwendet. Dabei sollten möglichst nur die zarten Triebe in der Küche verwendet werden, größere Pflanzen schmecken zu sauer. Fein gehackt, kurz in Salzwasser gekocht und dann zusammen mit Spinat oder Mangold in Butter gedünstet, ist Sauerampfer ein sehr schmackhaftes Gemüse. Eine säuerliche Würze verleiht es Kartoffel-, Linsen- oder Tomatensuppen. Sauerampfer sollte möglichst frisch verwendet werden, da es wie Salat schnell welkt. Zwar verlieren die vitaminreichen Blätter beim Kochen ihre frische grüne Farbe, aber der Geschmack bleibt erhalten. Wie alle anderen Wildgemüsesorten sollte man Sauerampfer nur auf tatsächlich wilden, also möglichst naturbelassenen Flächen sammeln, wo der Bauer mit seiner Giftspritze nicht hinkommt.

Vorsicht: Sauerampfer enthält viel Oxalsäure

Obwohl der Sauerampfer von Naturheilkundlern als vitaminhaltig, blutreinigend und entschlackend für die Frühjahrskur empfohlen wird, heißt die Devise: In Maßen genießen. Der saure, an Zitronen erinnernde Geschmack des Sauerampfers kommt von seinem hohen Gehalt an Oxalsäure, die in größeren Mengen bei Mensch und Tier zu Magen- und Nierenstörungen führen kann. Deshalb sollte das Naschen auf der Wiese auf wenige rohe Blätter beschränkt werden. Durch kurzes Erhitzen können allerdings erhebliche Mengen von Oxalsäure herausgelöst werden. Nieren-, Rheuma- und Magenkranken wird gänzlich vom Genuss dieses sauren Wildkrautes abgeraten.

Rezept: Sauerampfersuppe

Zutaten für vier Personen:

  • 250 Gramm Kartoffelwürfel

  • 100 Gramm Schalottenwürfel

  • 1 Knoblauchzehe (in Scheiben)

  • 20 Gramm Butter

  • 1/8 Liter Weißwein

  • 800 Gemüsebrühe

  • 250 Milliliter Schlagsahne

  • Salz, Pfeffer, frisch geriebene Muskatnuss

Zubereitung:

  • Kartoffeln, Schalotten, Knoblauch 2 Minuten in Butter andünsten. Wein, Brühe, Sahne zugießen, salzen, pfeffern und zugedeckt 25 Minuten bei mittlerer Hitze kochen.

  • Kartoffelsuppe mit dem Schneidstab pürieren. 1/4 davon mit Sauerampfer pürieren, wieder in die Suppe einrühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Suppe auf Teller verteilen.


Autor: Springer Medizin
Stand: Aug 29, 2007


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