Vitamine
Gemüse und Obst schälen oder nicht?
Aus Sorge vor einer möglichen Gesundheitsgefährdung durch Pestizide schälen viele Grünkost-Fans Obst und Gemüse und bringen sich damit um wichtige Inhaltsstoffe.
Viele Freunde grüner Kost setzen vor dem Verzehr von Obst oder Gemüse das Messer an und befreien die Grünkost von ihrer Schale. Die Angst vor einer möglichen Belastung des Körpers durch Pestizide ist groß. Dabei wird häufig vergessen, dass man sich durch solch brachiale Behandlungsmethoden auch um wichtige Inhaltsstoffe bringt, die direkt unter der Schale sitzen. Dazu gehören wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine, Spurenelemente und Ballaststoffe. Auch Flavonoide, die den Körper vor gesundheitsschädlichen freien Radikalen schützen, bleiben beim Schälen auf der Strecke. Doch was ist nun mit den Spritzmitteln, die zuhauf auf Obst und Gemüse landen, um diese vor Schädlingen zu schützen?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat die Schafstoffbelastung von Grünkost unter die Lupe genommen und festgestellt, dass die Belastung der meisten Obst- und Gemüsesorten, die man in deutschen Landen kaufen kann, unbedenklich ist. Bei den meisten Obstsorten liegt die Belastung sogar weit unter den gesetzlichen Grenzwerten. Eine gesundheitliche Gefährdung des Verbrauchers ist damit sehr unwahrscheinlich. Und auch sonst gilt: Die Stoffe, um die man sich durchs Schälen bringt, sind viel gesünder, als mögliche Schadstoffe auf der Oberfläche jemals schaden könnten.
In der Regel reicht es, Obst und Gemüse unter fließendem Wasser gründlich zu waschen und gegebenenfalls mit einer Gemüsebürste abzubürsten. Dabei werden bis zu 70 Prozent der möglichen Rückstände aus der Pflanzenproduktion beseitigt. Wer noch etwas sicherer gehen will, sollte auf Bio-Produkte zurückgreifen. Diese sind jedoch entgegen weitläufiger Meinung, nicht immer rückstandsfrei. Im Vergleich zu konventionell angebauten Produkten bestehen dennoch durchaus deutliche Unterschiede in Sachen Pestizidbelastung.



