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Multitalent Molke

Mineralien und mehr

Molke entsteht als Nebenprodukt der Käseherstellung und besteht zu etwa 95% aus Wasser. Doch der Rest hat es in sich: Die säuerliche Flüssigkeit enthält neben wertvollen B-Vitaminen, Mineralstoffen wie Kalzium oder Jod auch verdauungsfördernde Lactose und erfreulicherweise kaum Fett. Die "Einsatzmöglichkeiten" der Molke sind deshalb nahezu unbegrenzt.

Das "Serum der Milch" eignet sich für Entschlackungs- und Fastenkuren, zur Erfrischung und Blutdrucksenkung, bei Verdauungsproblemen und Sodbrennen. Es empfiehlt sich wegen des hohen Kalziumgehalts aber auch zur Vorbeugung gegen Osteoporose. Darüber hinaus kann Molke den Cholesterinspiegel senken, die Bauspeicheldrüse unterstützen und sogar gegen Cellulite mildern.

Molke macht schön, wusste schon Kleopatra

Molke wird auch als Schönheitsmittel geschätzt. Immer mehr Menschen vertrauen auf ihre reinigende Wirkung, die überflüssiges Wasser, Stoffwechselabfälle und Schadstoffe aus dem Organismus schwemmt. Das wusste vor über 2.000 Jahren schon die berühmte Kleopatra, und auch die feine Gesellschaft des 18. und 19. Jahrhunderts erwies der Molke in teuren Kurorten ihre Referenz. Erst im 20. Jahrhundert geriet sie langsam in Vergessenheit, sodass sie als vermeintliches Abfallprodukt schließlich nur noch als Tierfutter Verwendung fand.

Ein besonderer Vorteil ist die vielseitige Anwendbarkeit. Molke entfaltet ihre Wirkung nicht nur im Inneren des Körpers, sondern auch in Form von Cremes und Bädern. Die Milchsäure unterstützt den Säuremantel der Haut, und verschiedene Proteine stärken ihr Immunsystem. Molke regt die Durchblutung an, sie reguliert aber auch den ph-Wert und wirkt gleichzeitig rückfettend und entzündungshemmend. So sorgt das Serum der Milch einerseits für eine straffere, zartere und schönere Haut, andererseits bekämpft es Hautunreinheiten, Ekzeme, Flechten oder sogar Pilzinfektionen.

Auch wenn die positiven Wirkungen der Molke nicht in allen Einzelheiten wissenschaftlich belegt sind, gilt ihr Genuss oder Gebrauch als völlig unbedenklich. Vorsicht ist nur bei Menschen geboten, die an einer Milchzucker-Intoleranz leiden, weil der Verzehr von Milchprodukten bei ihnen zu schweren Verdauungsstörungen und sogar Koliken führen kann. Ansonsten darf Molke bedenkenlos empfohlen werden, und wer durch ein oder zwei Fastentage, ein entspannendes Bad oder einewohltuende Gesichtsmaske erst einmal auf den Geschmack gekommen ist, wird das unscheinbare Multitalent nicht mehr missen mögen. (tst)


Autor: Springer Medizin
Stand: Aug 27, 2007


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