38114_mehl_getreide_ol

Typenlehre gibt Aufschluss für den Verbraucher

Was steckt im Mehl?

Mehl ist der Sammelbegriff für alle Getreidesorten, die gemahlen wurden. Die Bezeichnung stammt aus dem Althochdeutschen: "melo" bedeutet so viel wie zerriebenes oder gemahlenes Pulver. Doch bei dem Grundnahrungsmittel gibt es bedeutende Unterschiede - die Typenlehre gibt Aufschluss für den Verbraucher.

Die verschiedenen Getreidesorten, die als Mehl weiterverarbeitet werden, gehören zur Familie der Gräser und sind als Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste, Hafer, Hirse, Mais, Reis, Amaranth und Quinoa bekannt. Eines ist allen gemein: Sie liefern lebenswichtige Nähr- und Wirkstoffe. Vor allem die Vitamine der B-Gruppe. Zudem stecken Mineralstoffe und Ballaststoffe in Hülle und Fülle im ganzen Getreidekorn.

Produkte aus dem vollen Korn sind für die Ernährung wertvoll, weniger aber Auszugsmehle wie Weizenmehl Type 405, bei dem Randschichten und Keimling entfernt sind. Der größte Teil des Getreides wird bei uns allerdings in Form von weißen Auszugsmehlen verzehrt. Brot ist dabei das wichtigste Getreideerzeugnis und besteht meist aus Roggen- und Weizenmehl oder Mischungen.

Bei Auszugsmehl herausgemahlen - die wertvollen Bestandteile des Korns







Bestandteile des WeizenkornsEnthaltene Nährstoffe
6 % Frucht- und SamenschaleBallaststoffe, Mineralstoffe,
B-Vitamine
9 % AleuronschichtEiweiß, Mineralstoffe, Vitamine
2 % KeimlingFett, Eiweiß, Mineralstoffe, Vitamine
83 % MehlkörperStärke, Eiweiß (Kleber)

Beim Mahlprozess von Roggen und Weizen unterscheidet man die Reinigung und den Mahlprozess. Beim Mahlen wird das Getreide zwischen Walzen in mehreren Arbeitsgängen zerkleinert. Nach jedem Mahlgang wird gesiebt. Der Mahlprozess erfolgt in mehrfacher Wiederholung. Nacheinander fallen je nach Korngröße Schrot, Gries, Dunst und Mehl an.

Bei Auszugsmehlen werden bei der Vermahlung Frucht- und Samenschale, Keimling sowie Teile der Aleuronschicht als Kleie abgetrennt. Vollkornmehl muss die gesamten Bestandteile der gereinigten Körner einschließlich des Keimlings enthalten.

Die Typenlehre: Je höher umso besser

Mehle werden nach ihrem Ausmahlungsgrad und den Mehltypen unterschieden. Der Ausmahlungsgrad bezeichnet den Gewichtsanteil beim vermahlten Getreide in Prozent. Vollkornmehl entspricht einem Ausmahlungsgrad von 100 Prozent. Der Ausmahlungsgrad ist das wichtigste Merkmal für den gesundheitlichen Wert. Davon hängt ab, wie viel von den nährstoffreichen Anteilen der Randschichten in das Mehl gelangen. Deshalb gilt: Je höher umso besser.

Die Mehltypen geben den mittleren Mineralstoffgehalt in Milligramm pro 100 Gramm Mehl als Trockenmasse an. Die Mehltype 405 hat also einen mittleren Mineralstoffgehalt von 405 Milligramm pro 100 Gramm Mehl. Die Mehltypenbezeichnung ist gesetzlich vorgeschrieben. Je höher die Typenzahl beim Mehl, desto mehr vom ganzen Korn steckt in ihm. Vollkornmehle bestehen immer aus allen Bestandteilen des Korns und haben keine Typennummer.


Autor: Springer Medizin
Stand: Oct 10, 2008


Sie lesen gerade:

Was steckt im Mehl?

Seite empfehlen:
A A A

Expertenrat

Arzt mit Patient

Ernährung

Unser Experte beantwortet Ihnen Fragen zum Thema Ernährung - kostenfrei und anonym

mehr

LIFELINE Web-TV

Wie ernähre ich mich richtig?

Wein und Gesundheit mehr
Blähungen - was hilft? mehr
Sodbrennen - was ist das? mehr
Zum laufenden Programm

shop-apotheke.com

Kooperationspartner

Stiftung Juvenile Adipositas

Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit.

Jetzt informieren!

Der LIFELINE BMI-Max

21015_gewicht

Wo liegt Ihr BMI?

Wohlfühl- gewicht hin oder her - unser BMI-Max zeigt Ihnen spielerisch, wie es um Ihren Körperumfang steht.

mehr