Augenerkrankungen
Fettreicher Fisch kann altersbedingte Augenerkrankung aufhalten
Menschen mit altersbedingter Makuladegeneration sollten mindestens 3-mal die Woche fettreichen Fisch essen, um den Verlauf der Augenerkrankung zu verzögern.
Omega-3-Fettsäuren, die in fettreichem Fisch wie Makrele, Hering und Lachs vorkommen, schützen nicht nur das Herz und die Gefäße, sondern können laut einer Studie außerdem den Krankheitsverlauf altersbedingter Makuladegeneration (AMD) verlangsamen oder sogar vollständig aufhalten. Die Forscher der Tufts University in Boston beziehen diese Erkenntnis aus einer groß angelegten Studie, an der fast 3000 Menschen teilgenommen haben.
AMD ist in den Industrieländern die häufigste Ursache für den Verlust der Sehfähigkeit im Alter. Weil die langkettigen Omega-3-Fettsäuren Bestandteil der Netzhaut sind, hat sich die Forschung intensiv mit dem Nährstoff und seiner Wirkung auf die Augenerkrankung beschäftigt. Erst im vergangenen Jahr konnten Forscher nachweisen, dass die langkettigen Fettsäuren vor einer Makuladegeneration schützen können. Die neusten Studienergebnisse aus Großbritannien zeigen nun, dass auch Menschen, die bereits an AMD erkrankt sind, vom regelmäßigen Verzehr von Omega-3-Fettsäuren profitieren können.
Die Studienergebnisse zeigen, dass das Risiko, eine fortgeschrittene AMD der trockenen oder nassen Form zu entwickeln, bei einer Ernährung, die reich an Omega-3-Fettsäuren ist, um 25 Prozent sinkt. Jene Studienteilnehmer, die außerdem auf kurzkettige Kohlenhydrate verzichteten und zusätzlich Antioxidantien einnahmen, reduzierten ihr Risiko sogar um 50 Prozent. Überraschenderweise wirkte sich die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln wie Betacarotin und Kombinationspräparaten von Vitamin C und Zink ungünstig auf den Krankheitsverlauf einer AMD im frühen Stadium aus.
Während noch ungeklärt ist, wieso die Antioxidantien vorbeugend gute Dienste leisten, bereits bestehende AMD jedoch sogar verschlimmern können, scheint der ungeteilte Nutzen der Omega-3-Fettsäuren gesichert. Die Forscher glauben, dass sich die Fettsäuren positiv auf die Blutfettwerte auswirken und so ihre schützende Wirkung entfalten. Um von diesem Effekt profitieren zu können, empfehlen die Forscher den Verzehr von drei Portionen fettreichem Fisch in der Woche.



