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Fisch schützt das Herz-Kreislauf-System

Warum Fisch so gesund ist

Verschiedene Studien belegen es: Wer täglich mindestens 30 Gramm Fisch zu sich nimmt, kann das Risiko für einen plötzlichen Herztod um die Hälfte reduzieren. Die enthaltenen Fettsäuren halten die Gefäßwände von Ablagerungen frei.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in den westlichen Industrienationen eine der häufigsten Todesursachen. Ganz anders bei den Eskimos: Sie erleiden wesentlich seltener einen Herzinfarkt. Mittlerweile ist bekannt, dass dies auf die Ernährung zurückzuführen ist. Die Eisbewohner essen überdurchschnittlich viel Fisch. Ganz im Gegensatz zu uns Europäern, die durch ungesunde Ernährung, erhöhten Nikotin- und Alkoholkonsum und Bewegungsmangel einen Beitrag zum Anstieg der Krankenstatistik leisten. Mittlerweile haben Forscher herausgefunden, dass der hohe Gehalt an Omega-3-Fettsäuren in Fisch und Robbenfleisch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich reduziert und für das gesundheitliche Wohlbefinden der Eskimos sorgt. Omega-3-Fettsäuren sind langkettige, mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Sie sind wichtiger Bestandteil jeder Zellmembran und halten die Gefäßwände von Ablagerungen frei. Die Fließfähigkeit des Blutes wird so nicht beeinträchtigt und die Durchblutung gefördert.

Omega-3-Fettsäuren beugen Herzflimmern vor

Insbesondere die Alpha-Linolensäure (ALA) ist ein wichtiger Vertreter der Omega-3-Familie. Sie ist essentiell, also lebensnotwendig, und kann vom Körper nicht selbst gebildet werden. Aus etwa 10% der aufgenommen Alpha-Linolensäuren werden im Körper die langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA (Eicosaptaensäure) und DHA (Docosahexaensäure) gebildet. EPA und DHA lagern sich an bestimmte Bereiche der Ionenkanäle in der Zellmembran an, die die Erregung der Herzmuskelfasern steuern. Die beiden Fettsäuren verringern die Erregbarkeit an den Kanälen und verhindern das Kammerflimmern, eine häufige Ursache für den plötzlichen Herztod.

Es gibt pflanzliche Alternativen

In unseren Breiten ist es kaum möglich, mit dem Fischkonsum der Eskimos Schritt zu halten. Aber es gibt pflanzliche Alternativen: Das Öl aus der Perilla frutescens. Das Lippenblütengewächs findet man in Süd- und Ostasien und ist auch als chinesische Schwarznessel oder chinesische Melisse bekannt. Das Aroma erinnert an Zimt und Anis oder Süßholz, der Geschmack ist jedoch eher herb. Aus den Samen des Perillagewäches lässt sich ein fettes Öl gewinnen, das einen enorm hohen Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren aufweist. Besonders die ALA kommt in keiner anderen Pflanze so hoch dosiert vor wie in der Perilla frutescens. Wer also seinem Herzen und seinen Gefäßen etwas Gutes tun möchte, sollte seine Ernährung umstellen. Und wer kein Fisch mag, kann sich mit pflanzlichen Präparaten die gesundheitsfördernden ungesättigten Fettsäuren zuführen.


Autor: Springer Medizin
Stand: Aug 22, 2007


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