Olivenöl gegen Schmerzen?
Gesundheitsfördernde Wirkung des Pflanzensaftes
Olivenöl enthält eine Substanz, die in ihrer Wirkung dem Schmerzmittel Ibuprofen ähnlich ist. Auch andere gesundheitsfördernde Wirkungen des Pflanzensaftes lassen sich möglicherweise durch die Substanz erklären.
Oleocanthal heißt der Stoff, den US-amerikanische Wissenschaftler näher unter die Lupe nahmen. In höheren Konzentrationen kommt die Substanz nur in frisch gepresstem, hochwertigem Olivenöl vor. Wie die altbekannten und bewährten Schmerzmittel Acetylsalicylsäure und Ibuprofen blockiert Oleocanthal Enzyme, die eine Schlüsselrolle bei der Entstehung von Schmerzen spielen, wie Paul A. S. Breslin vom Monell Chemical Senses Center in Philadelphia und Kollegen im Fachjournal Nature berichten.
Oleocanthal in frisch gepresstem, hochwertigen Olivenöl und aufgelöstes Ibuprofen rufen zudem beide ein stark stechendes Gefühl im Rachen hervor. Nach Ansicht von Breslin und seinem Team ist auch dies ein Hinweis auf eine gemeinsame pharmalogische Wirkung.
Den Berechnungen der Forscher zufolge ist eine täglich Dosis von 50 Gramm frischem Olivenöl gleichzusetzen mit ungefähr 10 Prozent der empfohlen Ibuprofen-Dosis zur Schmerzlinderung bei Erwachsenen. Der langfristige Verzehr von frischem Olivenöl könnte daher Gesundheitsvorteile mit sich bringen, die denen von Ibuprofen ähneln. Hier liegt auch eine mögliche Erklärung für den bekannten gesundheitlichen Nutzen einer olivenhaltigen mediterranen Ernährung.



