Ostereier sind gesünder als man denkt
Auf Ostereier muss nicht verzichtet werden
Meistens sind sie bunt bemalt oder kunstvoll verziert: schon seit Jahrhunderten gehören zum Frühlingsanfang oder Osterfest die Ostereier. Manche Menschen verschenken sie, andere verstecken sie für die Kinder, viele wollen sie einfach nur essen und genießen. Auch der gesundheitsbewusste Mensch muss nicht auf sie verzichten, denn echte Ostereier sind gesünder als man denkt.
Schon um 5.000 v. Chr. verschenkten die Chinesen zum Frühlingsanfang bunte Eier. Im 4. Jahrhundert wurden den römisch-germanischen Gräbern rote Eier beigelegt, da diese als Symbol für Leben und Auferstehung galten. Im Mittelalter erhielten die Grundherren an Ostern das Ei als Teil der jährlichen Pacht.
Eier als wichtiges Grundnahrungsmittel
Lange Zeit wurde das Hühnerei ernährungsmedizinisch als Cholesterinbombe verschrien, da es mit 200 bis 300 mg Cholesterin pro Ei den kompletten Tagesbedarf eines Erwachsenen abdeckt. Studien konnten jedoch belegen, dass das Cholesterin aus dem Hühnerei nicht zu einer Erhöhung des Cholesterinspiegels führt, da dieser bei gesunden Menschen im Blut durch einen Regelmechanismus gesteuert wird und deshalb konstant bleibt. Durch das im Hühnerei vorhandene Lecithin wird darüber hinaus die komplette Aufnahme des Cholesterins aus dem Ei verhindert.
Da das Hühnerei wichtige Nähstoffe für den menschlichen Körper liefert, kann es sogar als Bestandteil einer gesunden Ernährung betrachtet werden. Es enthält besonders hochwertiges Eiweiß, das zum Aufbau von körpereigenen Proteinen genutzt werden kann. Zudem sind wichtige Vitamine und Mineralstoffen enthalten.
Wie viele Eier dürfen gegessen werden?
Aufgrund des hohen Fettgehalts sollten laut aid-Infodienst dennoch nicht mehr als zwei bis drei Eier in der Woche gegessen werden. Über die Ostertage sind jedoch vorübergehend auch schon mal ein bis zwei Eier täglich erlaubt. Für Kinder bis zum neunten Lebensjahr empfiehlt das Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund ein bis zwei Eier pro Woche. Nicht vergessen werden sollte, dass bei diesen Werten auch Backwaren und andere eihaltige Speisen mitzählen.
Menschen, die unter Diabetes oder einer Störung im Fettstoffwechsel leiden, sollten mit ihrem Eierkonsum jedoch zurückhaltend sein und höchstens ein Ei in der Woche verzehren, da bei ihnen die Regelung des Cholesterinspiegels im Blut nicht richtig funktioniert. Ein erhöhter Cholesterinspiegel kann wiederum, neben anderen Faktoren wie Übergewicht und Nikotinkonsum, eine Arterienverkalkung verursachen, die im schlimmsten Fall zum Herzinfarkt oder Schlaganfall führt.



