Hanf als Lebensmittel
Hanföl berauscht den Gaumen
Keine Angst, wer Hanföl für seinen Salat verwendet oder Hanfpizza und Hanfnudeln isst, tut nichts Illegales und wird nach dem Genuss auch nicht high. Hanf, der für diese Zwecke angebaut wird, enthält weniger als 0,3 Prozent des berauschenden Stoffes Tetrahydrocannabinol (THC). Der Anbau dieser rauschmittelarmen Sorten ist in Deutschland erlaubt!
Hanf ist ein altes Allroundprodukt: Die Chinesen schätzten ihn schon Hunderte von Jahren vor Christus als Medizin: Er sollte Schmerzen lindern und den Appetit anregen. Im 15. Jahrhundert druckte Johannes Gutenberg seine Bibel auf Hanfpapier. Heute gibt es von Lippenstift, Waschmittel über Wachsmalkreide bis zu Schuhcreme viele Dinge des täglichen Gebrauchs aus Hanf zu kaufen. Und auch im kulinarischen Bereich werden Hanfprodukte angeboten.
Hochwertiges Hanföl
Ein besonders hochwertiges Lebensmittel ist das Hanföl. Es besteht zu mindestens 80 Prozent aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Die kann der Körper nicht selbst herstellen und muss sie über die Nahrung aufnehmen. Hinzu kommt, dass diese Fettsäuren erhöhte Blutfettwerte (Cholesterin- und Triglyceridwerte) senken können.
Hanföl hat einen nussigen Geschmack und macht zum Beispiel knackige Salate richtig lecker. Verschlossen und kühl gelagert, hält sich das hochwertige Öl ein halbes Jahr. Zum Braten und Frittieren ist das Öl allerdings nicht geeignet: Durch die große Hitze werden die mehrfach ungesättigten Fettsäuren zerstört.
Hanfsamen für Brot, Pizza und Knödel
Hanfsamen enthalten neben mehrfach ungesättigten Fettsäuren wertvolles Eiweiß und verdauungsfördernde Ballaststoffe. Die Samen werden zu knusprig leckerem Hanfbrot oder Hanfbrötchen verarbeitet. Hanfmehl gibt es in Hanfgeschäften und vielen Bioläden zu kaufen. Damit Brot, Brötchen und Gebäck gelingen, muss Hanfmehl mit Roggen- oder Weizenmehl gemischt werden. Pur wäre das Mehl für den Teig zu ölhaltig. In vielen Großstädten gibt es heute Hanfbäcker, die vom klassischen Brot, über Brötchen und Pizza, bis zu Müsliriegeln und Hanfknödeln alles anbieten, was das kulinarische Herz begehrt.
Süßes aus Hanf
Auch Schokolade und Hanfpastillen für einen rauen Hals gibt es in Hanfshops und Bioläden zu kaufen. Sie haben einen raffinierten Geschmack und enthalten sehr viel hochwertiges Öl aus den Hanfsamen. Was ihren Kaloriengehalt anbelangt, stehen sie klassischer Schokolade und Brustkaramellen in nichts nach: Der Zucker- und Fettgehalt ist identisch.



