Butter oder Margarine?
Ist Margarine wirklich gesünder?
Der Streit, ob Butter oder Margarine gesünder ist, geht nun schon ins dritte Jahrzehnt. Zunächst war man gegen Butter, weil sie Herzerkrankungen fördere. Vor allem dem Cholesterin und den gesättigten Fettsäuren wurde eine schädliche Wirkung nachgesagt. Doch ist Margarine so viel besser? - Nicht alle Sorten, sagen Experten.
Margarine galt als gesünder, weil sie jede Menge mehrfach ungesättigter Fettsäuren enthält, die den Cholesterinspiegel niedrig halten und vor Arterienverkalkung schützen sollen. Heute weiß man, dass Margarine keineswegs immer gesund ist. In manchen Sorten stecken so genannte Trans-Fettsäuren. Die sind schädlicher als die gesättigten Fettsäuren der Butter.
Trans-Fettsäuren erhöhen das Cholesterin
Trans-Fettsäuren entstehen im Verfestigungsprozess von Margarine. Damit beispielsweise Sonnenblumen-Margarine nicht vom Brot fließt, muss ein Teil des Pflanzenöls gehärtet und mit flüssigem Öl gemischt werden. Dabei verwandeln sich ungesättigte Fettsäuren zunächst in Trans-Fettsäuren. Wenn man das Öl ganz durchhärtet, bleiben nur noch gesättigte Fettsäuren übrig. Und das wollte der Verbraucher ja eigentlich nicht.
Trans-Fettsäuren erhöhen das "böse" LDL-Cholesterin, das als Risikofaktor für Arterienverkalkung gilt. Gleichzeitig senken sie das "gute" HDL-Cholesterin. HDL kann Ablagerungen, die bereits in den Adern gespeichert sind, aufnehmen und in die Leber transportieren. Dort werden sie dann abgebaut.
Wer zu viele Trans-Fettsäuren isst, nimmt zu wenig von den lebensnotwendigen ungesättigten Fettsäuren zu sich. Generell gilt natürlich, so wenig wie möglich Fett pro Tag zu sich zu nehmen, mehr als drei bis vier Gramm Trans-Fettsäuren sollten am Tag nicht verzehrt werden.
- In Pflanzenölen, Reform- und Diätmargarine sind kaum Trans-Fettsäuren zu erwarten
- Zum Braten eignen sich Rapsöl und Olivenöl
- Für Salate sind kaltgepresste Pflanzenöle ideal



