
Fundsache
Lebensperspektiven von „Survivors“
Im Großen und Ganzen erreichen ehemals an Krebs erkrankte Kinder das gleiche Bildungsniveau und die gleichen Einkommensmöglichkeiten wie Gleichaltrige.
Eine Ausnahme bilden Patienten mit einem Hirntumor. Bei ihnen können je nach Behandlung starke Einschränkungen der kog-nitiven Leistung resultieren, was erschwerte Bedingungen bedeutet, sowohl für die Berufsausbildung als auch für die Chance, einen Partner zu finden. Patienten mit Weichteilsarkomen (bösartige Tumoren des Weichteilgewebes) haben zum Teil noch lange nach Therapieende mit chirurgischer, orthopädischer sowie prothetischer Nachsorge zu tun. Erfreulich ist, dass nach internationalen Daten viele dieser Patienten es schaffen, sich in ein „normales“ Leben wieder einzubringen, Berufe zu ergreifen und vor allem in ihren „peer groups“ („Freundes- oder Gleichaltrigengruppen“) bleiben können.
Ein Vergleich zwischen Jugendlichen, die amputiert werden mussten, und Jugendlichen, deren Extremitäten erhalten werden konnten, zeigte, dass die Mutilierung an sich keine größere Rolle spielt. Vielmehr erwiesen sich Ausbildung und die Möglichkeit, beruflich unabhängig zu sein, als die wesentlichen Marker für Wohlbefinden und Lebensqualität.
Untragbar ist, dass den geheilten Patienten von den meisten Versicherern der Abschluss einer Lebens- oder privaten Krankenversicherung verweigert wird.






