Homoeopathie

Natürliche Helfer

Wie Kräuter Ihr Wohlbefinden unterstützen können

Ob in Form von Tee, ätherischem Öl oder als Duftpflanze im eigenen Garten: Kräuter können bei Stress, Erschöpfung, Nervosität und Stimmungsschwankungen helfen. Sie wirken über den Geschmackssinn, den Magen, die Haut oder den Geruchssinn.

Dabei ist die Wirkung über den Geruchssinn zwar eindeutig und seit Jahrtausenden bekannt, aber wissenschaftlich bisher nicht exakt erklärbar. Die Nase ist ein Teil des olfaktorischen Wahrnehmungssinnes, des Geruchssinnes. In Höhe der Augen, in der Kuppel der Nasenhöhle, befindet sich jeweils rechts und links ein Stück Riech-Schleimhaut (Riechkolben). Die Zellen dieser Riechschleimhaut sind Gehirnzellen. Hier befinden sich bis zu 80 Millionen feinster Härchen aus Eiweißmolekülketten. Auch winzigste, fast nicht mehr messbare Duftinformationen gelangen als Information mittels eines Nervenimpulses direkt in das Gehirn. Die Botschaft der Pflanzenextrakte aus ätherischen Ölen, aus Kräuterbädern oder ähnlichem greift damit direkt in das körperlich-seelische Geschehen ein.

Bei Erschöpfung und Verspannung wirken besonders die folgenden Heilpflanzen:



Baldrian, Wurzel der Ruhe:
Alleine oder in Kombination mit anderen pflanzlichen Wirkstoffen wie Melisse oder Hopfen wird die Baldrian als Beruhigungs- oder Schlafmittel und nervösen Unruhezuständen angewandt. Es gibt ihn in Form zahlreicher Fertigpräparate im Handel.

Ginseng:
Diese Kulturpflanze wurde schon vor über 2000 Jahren als Heilpflanze verwendet. Sie wirkt nervenstärkend, bei Erschöpfung und nervösen Schwächezuständen, leistungssteigernd, regt das Immunsystem an und wirkt krampflösend.

Hopfen:
Den meisten ist der Hopfen als Pflanze zum Bier brauen bekannt. Doch auch in der Kräutermedizin findet der Hopfen Verwendung: Er wirkt harntreibend, menstruationsfördernd, blutreinigend und verdauungsfördernd, außerdem beruhigend und schlaffördernd.

Johanniskraut, Nervenkraut, Sonnenschein für die Seele:
Johanniskraut wirkt stimmungsaufhellend, da es die Lichtempfindlichkeit des Organsimus erhöht und damit den Müdemacher Melatonin senkt. Ebenfalls wird sie in der Sportmedizin bei Prellungen eingesetzt, innerlich angewendet beruhigt es den nervösen Magen.

Melisse, Zitronenmelisse:
Die Pflanze wirkt beruhigend, krampflindernd und hilft bei Blähungen. Außerdem hilft sie bei nervös bedingten Herzbeschwerden, Magenbeschwerden und Einschlafstörungen.

Passionsblume , Pflanze des tropischen Regenwaldes: Die Passionsblume wird als Tee oder Fertigpräparat bei nervöser Unruhe, Überreizung und Einschlafstörungen, leicht erhöhtem Blutdruck und Kreislaufbeschwerden angewendet.

Lavendel Speik, Nervenkräutl:
Der Duft des Lavendels wirkt entspannend - auf Erwachsene als auch Kinder. Eltern berichten immer wieder von der beruhigende Wirkung des Lavendels auf ihre Babies. Tipp: Einfach ein Lavendelkissen ins Kinderbett legen. Als Badezusatz oder Massageöl wird Lavendel zu einem ganz besonderen Wellness-Erlebnis.


Autor: Springer Medizin
Stand: Jan 18, 2010


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