Kinder
Durch Spaß und Spiel Spannungen abbauen
Auch Kinder geraten heute zunehmend unter Leistungsdruck und ihre Umwelt ist immer mehr von sozialen und psychischen Spannungen gekennzeichnet.
Pädagogen meinen, dass die Spannungsregulation kaum noch ohne fremde Hilfe bewerkstelligt wird. Deshalb setzt man heute schon in Schulen psycho-physische Regulationstechniken wie die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, das Autogene Training oder die Eutonie ein. Voraussetzung ist, dass die Kinder vorher ihren Bewegungsdrang ausleben konnten. Nur dann sind sie fähig, während der Entspannungsübungen ruhig zu sitzen, die Augen geschlossen zu halten und den Übungshinweisen zu folgen.
Kindern fehlt heute zunehmend die vielfältige Bewegungserfahrung, die sie zu ihrer Entwicklung brauchen: das Balancieren, Klettern, Hüpfen, Springen, Rollen, Kriechen, Werfen, Fangen ... können sie in ihrer Alltagsumgebung kaum noch einüben, zumal sie ja meist ungeübte Erwachsene um sich herum haben, die sie sogar überängstlich vom Erlebnis Bewegung abhalten. Dabei sind diese grundlegenden Erfahrungen der Koordination der Basisbaustein für die Erfahrung von Lockerheit und Anspannung, von harmonischem Rhythmus. Eltern und Schule müssen hier einiges auffangen. Neben der Unterstützung der Bewegungsentwicklung sollte das Kind auch die Ressource Entspannung und Gelassenheit erlernen können.
Vorschlag für ein Bewegungs- und Wahrnehmungswochenende: Gehen Sie bei Wind und Wetter mal mit Ihrem Kind in den Wald und spielen mit ihm Verstecken und Fangen. In Pfützen springen und über Baumstämme balancieren kann auch Erwachsenen Spaß machen! Vielleicht basteln und bauen Sie etwas aus Materialien, die Sie unterwegs finden. Wenn Sie dann anschließend so richtig durchgefroren und bewegungsmüde sind, gönnen Sie sich mit Ihrem Kind eine Entspannungspause. Ein warmes Plantschbad macht nicht nur Kindern großes Vergnügen.




