Nachgefragt
Häufige Fragen rund um Anspannung und Entspannung
In einer immer schnelleren, komplexeren und lauteren Welt werden sie zunehmend wichtiger: Die Momente, in denen wir innehalten, ausatmen und zur Ruhe kommen. Immer mehr Menschen jedoch haben Probleme damit, sich richtig zu entspannen. Wir beantworten Ihnen häufige Fragen rund ums Thema Anspannung und Entspannung.
Blutdruck, Puls und Atemfrequenz sinken. Die Muskelspannung lässt nach und die Koronararterien weiten sich. Diese Vorgänge sind genau das Gegenteil einer Stressreaktion.
Ja, man hat z.B. festgestellt, das ein einmonatiges Entspannungstraining zu einem erheblichen Anstieg der Killerzellenaktivität und Lymphozytenreaktion führt. Auch die Anzahl der T-Helfer-Zellen steigt. Gleichzeitig sinkt mit dem Entspannungstraining das subjektive Stressempfinden.
Ja, wenn er nicht gleich mit Leistungs- und Konkurrenzdruck ausgeübt wird. Sport und Bewegung vermindern die biologische Stressreaktion.
Ja, Menschen mit weniger Sozialkontakten sterben früher.
Nein, das stimmt meist nicht. Selbst wenn Sie denken, Sie hätten die ganze Nacht nicht geschlafen, sind Sie immer wieder für etwa 20 Minuten eingeschlafen.
Nicht immer, denn je nachdem, welche Arbeit Sie gerade verrichtet haben, kann entweder Aktivität oder Ruhe erholsam sein. Wenn man das Wort Entspannung mit Erholung gleichsetzt wird der Sinn klarer.
Entspannende, sprich erholende Wirkungen haben übrigens gerade Tätigkeiten, die das Bewußtseins- und Wahrnehmungsfeld einengen - stundenlang an Autos oder Computern herumschrauben sind dafür gute Beispiele. Wenn Sie sich ganz und gar auf eine Tätigkeit einlassen, sind sie so von Ihrem Tun absorbiert, dass Sie sogar eine Art Flow-Erlebnis haben können.
Ja, ausatmen!
Ja, denn sie lernen mit einer Entspannungstechnik oder einem Entspannungsritual sich wieder um sich selbst zu kümmern, die eigene Person und nichts anderes für diese Zeit in den Mittelpunkt zu stellen.
Ja, denn die Biochemie ihres Köpers sorgt mit der Stressreaktion dafür, dass Sie auf Trab kommen und mit den gestellten Anforderungen fertig werden. Das Ganze wird erst ungesund, wenn Sie sich in einem permanent erhöhten Bereitschaftszustand befinden.
Erzwingen Sie nichts. Das hat einen gegenteiligen Effekt. Stellen Sie sich vor, ihre Gedanken seien Wolken, die am Himmel vorbeiziehen. Schauen Sie sich diese Gedanken ganz ruhig an. Je mehr Sie versuchen sie zu verscheuchen und über sie hinwegzusehen, je lauter machen sie sich bemerkbar. Nur Mut beim Hinschauen!
Autor:
Springer Medizin
Stand:
Jul 21, 2008




