Glossar

P-Q

P-Q - von palliativ bis p53

Palliativ
Wenn eine vollständige Heilung nicht möglich ist, werden krankheitslindernde bzw. das Befinden verbessernde Maßnahmen durchgeführt.

Pflasterzell (Plattenepithel)-Karzinom
Eine Krebsart, die von den obersten Zellschichten der Schleimhaut (z.B. der Bronchien) ausgeht und ein typisches Erscheinungsbild unter dem Mikroskop zeigt.

Photodynamische Therapie:
Hierbei wird eine spezielle Art von Licht in Kombination mit Chemikalien genutzt, um Krebszellen abzutöten. Der Einsatz erfolgt derzeit hauptsächlich im Rahmen klinischer Studien.

Polypen:
Gutartige Wucherungen der Darmschleimhaut, die auf einem Stiel "steht". Sie wachsen in den Darmraum hinein, sehen finger- oder pilzförmig aus.

Primärtumor:
Der Ersttumor = der Zellverband, in dem sich das Krebsgeschwür entwickelt hat. Es ist nicht immer möglich, einen Primärtumor ausfindig zu machen, wenn nur Metastasen zur Diagnostik gefunden wurden, die nahezu völlig undifferenziert aufgebaut sind.

Progesteron:
Ein Gestagen. Dieses Hormon hat eine zentrale Bedeutung für die Herstellung von körpereigenem Kortison und der Geschlechtshormone. Bewirkt u.a. in der Schwangerschaft zunächst die Einnistung der befruchteten Eizelle und dann die Ruhigstellung der Gebärmutter, damit die Frucht nicht wieder abgestoßen wird.

Prolaktin:
Wird in der Hirnanhangdrüse hergestellt. Es wird vermehrt ab der 8. Schwangerschaftswoche produziert. Aufgabe: Steuerung der Milchproduktion in der weiblichen Brust

Prolaktinom:
Tumor der Hirnanhangsdrüse. Vermehrte Ausschüttung des Hormons Prolaktin. Wird auffällig durch: erhöhten Milchfluss aus beiden Brustdrüsen (Prolaktin-Einfluss) bei gleichzeitig oft ausbleibender Regelblutung ohne Vorliegen einer Schwangerschaft, Kopfschmerzen, Doppelbilder oder Brechreiz. Diagnose durch MRT, CT und Prolaktinbestimmung im Blut. Behandlung: Operative Entfernung des gutartigen Tumors.

p53:
Wird auch "Hüter der Erbsubstanz" genannt: Dieses Suppressor-Gen ist Teil der in jeder Körperzelle vorhandenen Erbsubstanz. Es hat zur Aufgabe, die Entartung gesunder Zellen in Tumorzellen zu verhindern und Schäden von Zellen zu reparieren. Gelingt eine Reparatur nicht, löst das p53 das zelleigene Selbstmordprogramm (Apoptose) aus. Ist das p53 aber defekt, kann die Zelle nicht mehr regelrecht auf Schäden reagieren. Bei etwa 50 % aller Krebserkrankungen wird ein defektes p53 nachgewiesen.


Autor: Springer Medizin
Stand: May 3, 2006


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