Mineralwasser
Das gesunde Nass
Früher galt die alkoholfreie Erfrischung als Spielverderbertrunk, heute ist sie ein Kultgetränk. Mineralwasser steht als Durtstlöscher bei den Deutschen an erster Stelle. Statistisch gesehen trinkt jeder Bundesbürger mehr als 100 Liter pro Jahr. Das ist die europäische Spitzenposition - und für die Gesundheit ein toller Erfolg.
Mineralwasser liegt in Deutschland voll im Trend. Etwa 550 Quellen buhlen hierzulande um die Gunst der Durstigen. 65 gelten gar als registrierte Heilquelle und somit als Medizin. Das Gütesiegel Mineralwasser ist allerdings gar nicht so einfach zu bekommen.
Das Wasser muss aus einer unterirdischen Quelle stammen, seine ursprüngliche Reinheit aufweisen und darf nicht behandelt sein. Außerdem muss es direkt am Quellort in die Originalflasche abgefüllt werden. Das erfrischende Nass wird auf etwa 200 Parameter geprüft und erst wenn eine Quelle pro Liter eine bestimmte Menge an Mineralien enthält, bekommt es den umsatzträchtigen Titel.
Wichtigster Wegweiser für den Verbraucher ist das Etikett. Zwischen Quell-, Mineral- und Heilwasser unterscheiden die Experten. Trifft alles nicht zu, handelt es sich um Tafelwasser. Das Etikett ist sozusagen der Personalausweis der Flasche und ist einer ständigen Prüfung unterzogen.
Magnesium und Kalium zählen zu den wichtigsten Inhaltsstoffen
Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen im Mineralwasser zählt Magnesium. Es aktiviert Enzyme für die Energiegewinnung, ist an vielen Stoffwechselfunktionen beteiligt und sorgt dafür, dass Nervenimpulse an die Muskeln weiterlaufen. Wichtig auch Kalium: Das Mineral beeinflusst das Wachstum der Zellen, senkt den Blutdruck. Phosphor und Kalzium fördern den Knochenaufbau und regulieren den Wasserhaushalt.
Ärzte und Ernährungswissenschaftler freuen sich über die zunehmende Beliebtheit von Mineralwasser. Denn die meisten Menschen trinken zu wenig. Mindestens zwei, besser drei Liter pro Tag lautet die Empfehlung der Experten. Nur so können die Nieren richtig durchgespült werden und sorgenfrei arbeiten. Fehlt Flüssigkeit, leiden die Nieren, es wird nicht mehr genug Urin ausgeschieden und die Schadstoffe bleiben im Blut.
Immer noch sehr beliebt ist das selbstgemachte Wasser mit Hilfe der so genannten Soda-Streamer. Die Vorteile liegen auf der Hand: Sie kosten weniger als 100 DM, man hat keine Parkplatzsorgen und auch das lästige Kistenschleppen entfällt. Doch Vorsicht: Leitungswasser ist zwar Trinkwasser, aber nicht so gesund wie Mineralwasser. Und auch bei der Hygiene haperts. Die Flaschen sind nicht für die Spülmaschine geeignet und somit ein idealer Tummelplatz für Bakterien.



