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Zusatzstoffe & E´s

Zusätze in Lebensmitteln - E wie essbar?

Immer mehr Lebensmittel sollen lange haltbar sein, frisch aussehen und angenehm riechen. Das geht nur mit Zusatzstoffen, die sich auf der Zutatenliste hinter einem großen E verbergen. Sie gelten als unbedenklich für die Gesundheit. Dennoch sollten z.B. Allergiker ihren duftenden Vanille-Pudding mit Bedacht löffeln - er könnte Ärger machen.

Jeder der knapp 300 zugelassenen Zusatzstoffe besitzt eine eigene E-Nummer. Das "E" steht hierbei sowohl für EU (Europäische Union) als auch für "Essbar" und signalisiert, dass der jeweilige Stoff für Lebensmittel zugelassen ist und festgesetzten Reinheitskriterien entsprechen muss. Außerdem sind gesundheitlich unbedenkliche Höchstmengen einzuhalten.

Hersteller dürfen E-Stoffe nicht nach Belieben zusetzen

Die Zusatzstoffe in Lebensmitteln sollen vor allem Fertigprodukten Haltbarkeit, Aroma, Geschmack und ein ansprechendes Aussehen verleihen. Die Hersteller dürfen sie jedoch nur in genau vorgeschriebenen Grenzen einsetzen - sie dürfen z.B. nur in bestimmten Mengen ganz speziellen Lebensmitteln hinzugefügt werden. Für die E-Stoffe gilt:

  • Sie müssen technisch notwendig sein. Das bedeutet: Pudding kann nur mit Geliermittel hergestellt werden, da er sonst nicht seine typische Konsistenz erhält.


  • Sie dürfen den Verbrauchers nicht täuschen. Das heißt: Der Hersteller darf ein Lebensmittel färben, um einen höheren Frucht- oder Gemüseanteil zu suggerieren.


  • Der E-Stoff muss gesundheitlich unbedenklich sein. Der Hersteller ist demnach verpflichtet, die festgelegte Höchstmenge einzuhalten, damit die Verbraucher nicht langfristig gefährdet.

Auf der Packung muss stehen, wozu der beigemischte Stoff dient

E-Stoffe dienen unter anderem als Farbstoff, Konservierungsstoff, Säuerungsmittel, Antioxidantium, Geliermittel, Emulgator oder Süßstoff. In der Zutatenliste eines Produktes müssen sie sowohl mit ihrem Klassennamen aufgeführt sein, der Aufschluss über den Zweck angibt - zum Beispiel "Farbstoff" - und mit ihrem Stoffnamen oder der E-Nummer - also: "Farbstoff Kurkumin" oder "Farbstoff E 100".

Manche E-Stoffe erzeugen Allergien

Wer zu Allergien neigt oder sehr empfindlich ist, sollte Produkte mit den entsprechenden Zusätzen meiden. Manche E-Stoffe stehen in besonderem Verdacht, Allergien auszulösen. Dazu gehören:

  • der gelbe Farbstoff E 102 Tartrazin


  • die Konservierungsstoffe E 210-213 Benzoesäure und Benzoate


  • die Konservierungsstoffe E 214-219 PHB-Ester und Verbindungen


  • Konservierungsstoffe E 221-228 Schwefeldioxid und Sulfitverbindungen


  • die Antioxidantien E 310-312


  • das Verdickungsmittel E 413 Traganth


Ein E-Nummern-Führer kann helfen, sich über einzelne Stoffe und ihre Nebenwirkungen zu informieren.


Autor: Springer Medizin
Stand: Aug 24, 2001


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