Verbrauchersorgen
Risiko BSE: Was wird für den Verbraucherschutz getan?
Das Auftreten von Rinderwahn bei deutschen Kühen hat zu einer BSE-Krise geführt: Die Politiker beeilen sich, das erschütterte Vertrauen der Verbraucher in Rindfleisch wiederherzustellen. Was wird getan, um den Kunden vor BSE zu schützen? Wir geben Ihnen hier einen Überblick über die jüngsten Entwicklungen.
BSE wurde 1986 zum ersten Mal bei britischen Rindern diagnostiziert. Die Erkrankung wurde vermutlich durch infiziertes, tiermehlhaltiges Futter übertragen. Die britische Regierung gestand im März 1996 ein, dass BSE mit dem Auftreten der neuen Variante der
Wie sicher sind BSE-Tests?
BSE-Tests können bislang ausschließlich mit Gehirn-Proben von getöteten Tieren durchgeführt werden. Diese Tests weisen eine Infektion nur nach, wenn genügend BSE-Erreger vorhanden sind. Dieses ist generell erst bei Tieren von über 30 Monaten der Fall. Ein negativer BSE-Test heißt also nicht unbedingt, dass das Rind BSE-frei ist. Drei weitere Testverfahren, die BSE an lebenden Tieren nachweisen sollen, werden derzeit entwickelt beziehungsweise getestet. Ab Sommer 2001 will die Pharmafirma Vetmedica einen Test anbieten, der Erreger im Rinderblut nachweist.
Was lässt sich von Rindfleischetiketten ablesen?
Das Etikett gibt an, wo das Tier geschlachtet und zerlegt wurde. Auch die Herkunft des Tieres kann mit Hilfe einer Identifikationsnummer verfolgt werden. Ab 2002 werden EU-weit auch der Geburts- und Mastort verzeichnet. In Deutschland sollen diese Angaben vorgezogen werden: "Herkunft: Deutschland" kennzeichnet dann Fleisch von in Deutschland geborenen, gemästeten und geschlachteten Kühen. Viele Betriebe machen bereits freiwillig Angaben zur Herkunft, Mast oder Tierkategorie. Die Etikettierung wird staatlich überwacht.



