Verbrauchersorgen
BSE: Übertragungsrisiken jenseits von Steak
Der Appetit auf Rindfleisch ist den meisten Bundesbürgern seit Ausbruch der Rinderseuche BSE in Deutschland vergangen: Über die Hälfte haben seit Anfang Dezember 2000 ihre Ernährung umgestellt, wie eine Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach ergab. Aber hätten Sie gedacht, dass auch bei Medikamenten, Impfstoffen, Blutkonserven und Operationen sowie bei Kosmetika und Sportlerprodukten ein BSE-Übertragungsrisiko bestehen könnten?
Medikamente
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte erklärt, dass deutsche Medikamente grundsätzlich sicher seien. Gelatinehaltige Kapseln bestehen beispielsweise aus mark- und fettfreien Knochen, die aus als BSE-frei geltenden Ländern stammen. Die Gelatine wird zudem einem Produktionsverfahren unterzogen, welches eventuell vorhandene BSE-Erreger abtötet.
Impfstoffe
"Von Impfstoffen geht nach heutigem Erkenntnisstand keine BSE-Gefahr aus", so Prof. Dr. Löwer, Leiter des Bundesamtes für Sera und Impfstoffe. Die Vorteile von Schutzimpfungen überwiegen das hypothetische Restrisiko an der BSE-ähnlichen, menschlichen neuen Variante der
Blutkonserven
Einen BSE-Test für Blutprodukte gibt es bisher nicht, daher kann eine Übertragung über Blutkonserven nicht ausgeschlossen werden. Jedoch wurde bei keinem der in England an nvCJK-Erkrankten ein Zusammenhang mit einer Bluttransfusion festgestellt. Seit Januar 2001 werden weiße Blutkörperchen aus in Deutschland gespendetem Blut gefiltert, die im Verdacht stehen, nvCJK zu übertragen.
Operationen
In Deutschland ist chirurgisches Nahtmaterial aus Rinderdarm, so genanntem Katgut, mittlerweile verboten. Rinderdarm gilt als BSE-Risikomaterial. Der Anteil von Katgut am gesamten chirurgischen Nahtmaterial beträgt weniger als zehn Prozent, denn bei Operationen sind heutzutage synthetische Fäden Standard.
Schönheitsoperationen
Bei der klassischen Faltenbehandlung wird dem Patienten Kollagen aus Rinderhäuten unter die Haut gespritzt. Diese Methode unterliegt strengen Auflagen und Kontrollen. Eine unbedenkliche Alternative ist die Faltenbehandlung mit Eigenfett.
Kosmetika
Die Kosmetikindustrie hat den Sicherheitskatalog übernommen, der auch für deutsche Arzneimittel gilt. Der Einsatz von Risikomaterial ist bereits seit 1998 verboten. Wenn Sie dennoch unsicher sind, verwenden Sie Produkte auf rein pflanzlicher Basis.
Sportlerprodukte
Eiweißpräparate für Bodybuilder und



