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Verbrauchersorgen

Essen in Zeiten von BSE

Gummibärchen, Rinderbraten, Tütensuppe - die Angst vor BSE steckt heute in jedem Bissen. Welche Lebensmittel kann man noch sorgenfrei genießen und welche sollte man besser meiden? Hier finden Sie Tipps, wie Sie durch bewusste Ernährung risikoreiche, BSE-haltige Nahrungsmittel vermeiden können.

Rindfleisch

Muskelfleisch wird als unbedenklich eingestuft, da es kaum BSE-Erreger enthält, selbst wenn es von infizierten Tieren stammt. Innereien wie Herz, Leber, Lunge und Niere sollten Sie dagegen meiden. Auch das knochenhaltige T-Bone-Steak ist nicht empfehlenswert. Das Wissen über das Herkunftsland des Rindfleisches hilft, das Risiko zu minimieren: Als BSE-frei gelten Österreich, Finnland, Schweden, die USA und Kanada. Risikoarm ist auch Rindfleisch aus Norwegen, Argentinien, Chile, Paraguay, Australien und Neuseeland. Der Kauf von Biofleisch ist eine sichere Alternative, wenn die Rinder über mehrere Generationen auf einem Hof gezüchtet und mit hofeigenem Futter versorgt wurden.

Hühner-, Schweine-, Lammfleisch, Fisch und Wild

Bis jetzt gibt es keine Anzeichen für eine Übertragung des BSE-Erregers auf Schweine, Geflügel, Fisch oder Wild. Schafsfleisch dagegen sollte man mit Vorsicht genießen und auf englisches Schafsfleisch sollte ganz verzichtet werden.

Wurst

Alle Wurstwaren, die Rindfleisch enthalten, dürfen seit dem 1. Oktober 2000 in Deutschland kein BSE-Risikomaterial mehr aufweisen. Wer jedoch ganz sicher gehen will, sollte lieber Schweine- oder Geflügelwurst essen.

Milch und Milchprodukte

BSE-Erreger sind in Milch nicht nachweisbar. Daher gelten Milch und Milchprodukte als unbedenklich.

Fertigprodukte

Bei Fertigprodukten gibt es keinen garantierten Schutz vor BSE, warnt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Suppen, Würstchen, Pasteten und Fertigsoßen können Rindfleisch enthalten.

Gelantinehaltige Produkte

Gelatine wird hauptsächlich aus Bestandteilen des Schweins hergestellt. Sie gilt als unbedenklich, selbst wenn sie geringe Rinderanteile enthält, da während eines Produktionsschrittes potentiell enthaltene BSE-Erreger abgetötet werden: Das Material wird in Lauge und Säure gelegt, unter Hochdruck erhitzt und mit Dampfüberdruck behandelt.

Babynahrung

Die Hersteller von deutscher Babynahrung erklären, dass Rind- und Kalbfleisch für Gläschenkost seit 1994 ausschließlich aus Aufzucht- und Produktionsverfahren stammt, welche die größtmögliche Sicherheit gegen BSE-Übertragung bieten. So werden die Tiere seit zwei bis drei Generationen in zertifizierten, ökologischen Betrieben gehalten, die keine Milchaustauscher und tiermehlhaltigen Futtermittel verwenden, sondern Futtermittel aus ökologischer Produktion. Auch die Schlachtung wird getrennt vom sonstigen Schlachtbetrieb durchgeführt. Das Fleisch wird BSE-Tests unterzogen, zudem wird nur als unbedenklich geltendes Muskelfleisch verwendet.


Autor: Springer Medizin
Stand: Feb 19, 2001


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