Aufbewahrung
Salmonellen: Nur Hygiene schützt wirksam
Durchfall, Fieber, Übelkeit, Kopfschmerzen, Erbrechen - mit Salmonellen ist wahrlich nicht zu spaßen. Infektionen entstehen durch Kontakt mit verunreinigten Lebensmitteln. Mangelnde Hygiene beim Umgang mit leicht verderblicher Nahrung, wie Fleisch oder Eiern gehört zu den Gründen für eine Salmonellose. Wer ein paar Regeln beachtet, kann sich schützen.
Salmonellen sind Bakterien, die überall vorkommen. Bekannt sind mehr als 2.400 Arten dieser ausgesprochen unangenehmen Überlebenskünstler. Sie wachsen bei Temperaturen von 6-47 Grad Celsius. In der Umwelt und auch an Lebensmitteln können sie monatelang überleben. Selbst einfrieren kann ihnen nicht immer etwas anhaben.
Bevorzugter Lebensraum: Von Geflügel bis Schokolade
Dass Geflügelfleisch und Eier oft mit Salmonellen behaftet sind, ist bekannt. Aber auch jedes andere Fleisch kann befallen sein. Oft finden sich die Erreger in Gehacktem und küchenfertig vorbereiteten Fleischstücken vom Rind, Schwein und Kalb. Selbst Schokolade und Teigwaren können mit Salmonellen infiziert sein. In Schokolade können die Erreger sogar mehrere Jahre überleben.
Erbrechen, Durchfall und Fieber deuten auf eine Salmonellose
Erbrechen, Durchfall, Übelkeit, Fieber oder Kopfschmerzen, meist 5-72 Stunden nach dem Essen - das sind die Symptome einer Salmonelleninfektion. In seltenen Fällen treten die Symptome erst nach einer Woche auf. Der häufigste Grund für Erkrankungen sind Mahlzeiten mit befallenen Zutaten. Erkrankte sollten in jedem Fall den Arzt aufsuchen. Wer Salmonellose verschleppt, kann die Krankheit weitergeben, ohne selber Beschwerden zu bemerken.
Tipps zum Schutz vor Salmonellen
- Risikolebensmittel wie Geflügel und Ei sollten immer im Kühlschrank bei plus 6 Grad Celsius aufbewahrt werden. Das gilt auch für Mayonnaise, Salate mit Ei, Wurst, Schalen- und Krustentiere sowie Cremes mit rohem Ei.
- Für Mousse au chocolat, Mayonnaise und alle anderen Speisen, die mit rohen Eiern zubereitet werden, nur ganz frische Eier verwenden - noch besser ist es, auf pasteurisierte Eimasse zurückzugreifen.
- Speisen nicht lange unter 60 Grad Celsuis warm halten. Erst wenn sie für 10 Minuten auf mindestens 70 Grad Celsius erhitzt werden, sterben Salmonellen ab. Auch beim Garen in der Mikrowelle muss auf eine ausreichende Garzeit und Temperatur geachtet werden.
- Bretter, Messer und sonstige Küchenutensilien, mit denen Risikolebensmittel verarbeitet worden sind, in der Spülmaschine oder sofort nach Gebrauch unter heißem Wasser reinigen.
- Vor, während und nach der Küchenarbeit die Hände gründlich mit heißem Wasser und Seife säubern.



