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Aufbewahrung

Hygiene beim Kochen - Bakterien in Schach halten

Gesunde Ernährung ist mehr als auf die ausgewogene Zusammenstellung der Speisen zu achten: Ein paar einfache Regeln für das Aufbewahren und Zubereiten von Lebensmitteln helfen, Bakterien in Schach zu halten und sich so vor einer Infektion oder Vergiftung zu schützen.

Die meisten Lebensmittelvergiftungen werden ausgelöst, weil Nahrungsmittel und bereits fertig gegarte Speisen nicht mit der richtigen Temperatur aufbewahrt werden. Die Folge: Krankheitsauslösende Mikroorganismen vermehren sich explosionsartig. Bei Zimmertemperatur können aus einer einzigen Bakterie nach sieben Stunden bereits zwei Millionen geworden sein.

Aufbewahrung im Kühlschrank

  • Für eine optimale Lagerung der verschiedenen Produkte innerhalb des Kühlschranks sind die Empfehlungen des Herstellers eine sinnvolle Hilfestellung.
  • Damit die kühle Luft ausreichend zirkulieren kann, sollte der Kühlschrank nicht zu eng und zu voll bepackt werden.
  • Regelmäßiges Abtauen und Reinigen gewährleisten eine gute Hygiene. Bereits geöffnete Produkte zügig verzehren.
  • Gelagerte Lebensmittel regelmäßig auf Haltbarkeit und Verderb überprüfen.
  • Frische Eier, Fleisch, rohe Wurst, Fisch und frische Milchprodukte stets im Kühlschrank aufbewahren - Hackfleisch noch am selben Tag verarbeiten!

Auftauen von Fleisch, Geflügel, Fisch und Meerestieren

  • Die Verpackung entfernen und das Gefrorene in eine Schüssel legen, dann im Kühlschrank auftauen lassen.
  • Das Tauwasser sorgfältig entsorgen! Es sollte keinesfalls mit anderen Lebensmitteln in Kontakt kommen.
  • Das aufgetaute Lebensmittel unter fließend kaltem Wasser abspülen und mit Papiertüchern trocken tupfen.
  • Alle Flächen, Geräte, Gegenstände, die mit Tauwasser oder dem aufgetauten Lebensmittel in Kontakt gekommen sind, sowie die Hände vor den nächsten Arbeitsschritten gründlich reinigen.

Erhitzen

  • Um, das Risiko möglichst klein zu halten, sollte insbesondere Fleisch gut durchgegart werden.
  • Die Empfehlung für das Erhitzen und Aufwärmen von Speisen liegt bei mindestens +70 Grad Celsius (Kerntemperatur). Temperaturen über 70 Grad Celsius töten schädliche Keime in der Regel ab.
  • Da ein langes Warmhalten die Vermehrung von Keimen begünstigt, sollten Reste zügig abgekühlt und dann im Kühlschrank aufbewahrt werden.
  • Bereits gegarter Fisch ist ungeeignet für eine Aufbewahrung und erneute Erwärmung.

Die Sache mit den Eiern

Beim Hantieren mit rohen Eiern sollte die Berührung mit anderen Lebensmitteln vermieden werden. Die Arbeitsfläche, Hände und Geräte, die mit rohen Eiern in Kontakt gekommen sind, sollten sofort danach gründlich gereinigt werden. Wer zu Hause auf ein weich gekochtes Frühstücksei oder besondere Kreationen mit rohen Eiern nicht verzichten kann, sollte sich unbedingt am Legedatum orientieren, welches zu diesem Verwendungszweck weniger als neun Tage her sein sollte. Von der Frische der Eier kann man sich auch anhand der gallertartigen Konsistenz des Eiweißes überzeugen. Ist das Eiweiß wässrig, kann man davon ausgehen, dass das Ei bereits mindestens vier Wochen alt ist.

Nach der Zubereitung: Alle Speisen, die rohe oder gekochte Eier enthalten, sollten unmittelbar verzehrt und Reste nicht aufbewahrt werden.

Hygiene in der Küche

Eine weitere häufige Infektionsquelle für Lebensmittelvergiftungen ist mangelnde Hygiene in der Küche oder das Missachten von elementaren Grundregeln beim Kochen. Die wichtigsten Grundregeln:

  • Bereits vor der Zubereitung von Speisen auf Hygiene achten und die Hände waschen.
  • Wenn man rohe, tierische Lebensmittel verarbeitet, sollte man anschließend die Hände und die benutzten Utensilien mit heißem Wasser und Spülmittel reinigen. Hat man beispielsweise ein mit Salmonellen infiziertes Hähnchen zerteilt, verbleiben die Bakterien sonst auf Messer und Schneidebrett und können weitere Lebensmittel befallen.
  • Bei der Organisation von Arbeitsschritten und Aufteilung der Arbeitsflächen ist es ratsam, rohe Lebensmittel von gegarten zu trennen, um eine Übertragung von Krankheitserregern auf die fertigen Speisen zu verhindern.
  • In der gesamten Küche sollte darauf geachtet werden, dass das Reinigen von Geschirr, Gegenständen, Geräten, Flächen, Griffen, Schubladen usw. mit heißem Wasser und entsprechendem Reinigungsmittel erfolgt.
  • Spüllappen, Schwämme und Bürsten sollten immer gut ausgespült werden. Anschließend muss man sie trocknen lassen. Sie sollten zudem regelmäßig gewechselt werden. Nicht erst, wenn sie riechen.
  • Wunden sollten beim Kochen gut abgedeckt sein, um eine Übertragung von Eiterkeimen zu vermeiden.
  • Nach Möglichkeit sollten Haustierkäfige ihren Platz außerhalb der Küche haben.


Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung, 2007: Verbrauchertipps - Schutz vor Lebensmittelinfektionen im Privathaushalt; URL: http://www.bfr.bund.de/cm/238/verbrauchertipps_schutz_vor_lebensmittelinfektionen_im_privathaushalt.pdf; Download am 05.08.2010
Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen: Salmonellen – Ursachen, Empfehlungen und Vorbeugemaßnahmen; URL: http://www.umwelt.nrw.de/verbraucherschutz/lebensmittel/gesundheitsschutz/fleisch_hackfleisch/salmonellen/index.php; Download am 06.08.2010
Robert Koch Institut, RKI-Ratgeber Infektionskrankheiten – Merkblätter für Ärzte, 2009: Salmonellose (Salmonellen-Gastroenteritis); URL: http://www.rki.de/cln_151/nn_504488/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber__Mbl__Salmonellose.html; Download am 06.08.2010
Autor: Springer Medizin – Stand 30.03.2001 - zuletzt aktualisiert von der Redaktion „SpringerGesundheit“
Stand: Dec 20, 2010


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