Lecithin

Der Powerstoff für die Zellen

Noch vor Jahren galt Lecithin als Nervenstärker. Heute weiß man, dass der Vitalstoff für zahlreiche Körperfunktionen notwendig ist und Krankheiten vorbeugen kann.

Lecithin gilt als Multitalent unter den lebenswichtigen Vitalstoffen. Es enthält die Stoffgruppe der Phospholipide, aus denen im Körper ungesättigte Fettsäuren, Glycerin, Phosphorsäure und Cholin freigesetzt werden. Lecithin stellt den mengenmäßig größten Phospholipid-Anteil der Zellmembranen und ist außerdem Bestandteil von Gehirn- und Nervenzellen, der Schleimschicht des Darms und der Lunge. Phospholipide sind außerdem am Stoffwechsel, der Energieversorgung und der Atmung der Zellen beteiligt und unabdingbar für den Cholesterinstoffwechsel.

Anzeige

Als Baustein der Nervenzellmembranen im Gehirn nimmt Lecithin unmittelbar Einfluss auf die Funktionstüchtigkeit der grauen Zellen. Steht der Nervenzelle zu wenig Lecithin zur Verfügung, kann es zum Nachlassen der kognitiven Leistungsfähigkeit, der Reaktionsgeschwindigkeit und des Erinnerungsvermögens kommen. Eine ausreichende Lecithin-Versorgung zahlt sich laut zahlreicher Studien der letzten Jahre jedoch nicht nur für die grauen Zellen aus. Weitere positive Effekte konnten im Zusammenhang mit der Leber- und Gallenfunktion, der Darmgesundheit, der Fettverdauung, Muskelkraft und Kraftausdauer und der Schwangerschaft beobachtet werden.

Studien belegen die Wirksamkeit des Lecithins

Wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass Lecithin den Transport von Cholesterin durch die Blutgefäße ermöglicht. Dadurch entfernt Lecithin überschüssiges Cholesterin aus dem Blutkreislauf und senkt somit letztendlich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch der positive Effekt auf Lebererkrankungen, wie alkoholischer Fettleber und Hepatitis, gilt als gesichert, ebenso die unterstützende Wirkung bei der Behandlung von Colitis ulcerosa, einer chronischen Dickdarmentzündung.

Zumindest bei einem Teil von Patienten, die an Alzheimer erkrankt sind, kann Lecithin außerdem die Signalübertragung zwischen den Gehirnzellen verbessern. Wissenschaftler vermuten, dass Lecithin auf diese Weise den Ausbruch der degenerativen Erkrankung verzögern kann. Sportler profitieren von Lecithin in erster Linie aufgrund seiner Funktion als Energiespender für die Muskulatur. Sie arbeitet effektiver und braucht weniger Zeit, um nach dem Training zu regenerieren.

Nahrungsergänzung kann sinnvoll sein

Normalerweise wird Lecithin mit der Nahrung ausreichend aufgenommen. So steckt der Vitalstoff etwa in tierischen und pflanzlichen Nahrungsmitteln wie Eiern, Hülsenfrüchten, Nüssen, Hefe, Fisch und Weizenkeimen. Bei starker körperlicher oder geistiger Belastung, wie z. B. in stressigen Phasen, beim Sport oder in der Schwangerschaft, kann der Vitalstoff dem Körper zusätzlich in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zugeführt werden. Das in Pillen, Pulvern und Ampullen eingesetzte Lecithin ist pflanzlichen Ursprungs und wird aus der Soja-Bohne gewonnen. Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen und Durchfall sind bisher nur bei viel zu hoher Dosierung beobachtet worden.


Quelle: Nach Informationen der Josefee Apotheke Loeben
Autor: Sibylle Fünfstück
Stand: Sep 3, 2009


Sie lesen gerade:

Der Powerstoff für die Zellen

Seite empfehlen:
A A A
Anzeige

LIFELINE Web-TV

Wie ernähre ich mich richtig?

Wein und Gesundheit mehr
Blähungen - was hilft? mehr
Sodbrennen - was ist das? mehr
Zum laufenden Programm

shop-apotheke.com

Kooperationspartner

Stiftung Juvenile Adipositas

Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit.

Jetzt informieren!

Der LIFELINE BMI-Max

21015_gewicht

Wo liegt Ihr BMI?

Wohlfühl- gewicht hin oder her - unser BMI-Max zeigt Ihnen spielerisch, wie es um Ihren Körperumfang steht.

mehr