
Nährstoffe
Fette - ungeliebte Kraftreserve
Einen guten Ruf haben sie wahrlich nicht. Erhält der Körper zuviel von ihnen, zeigt sich das gleich auf der Waage und in den ungeliebten
Vorteil: Egal ob dick oder dünn, Fette stellen die größte Energiereserve im menschlichen Organismus dar. Von allen Energieträgern haben sie die höchste Dichte. Ein Kilogramm Körperfettgewebe entspricht einem Energiepotential von sage und schreibe 7000 Kalorien. Nachteil: Ein zu hoher Fettanteil in der Ernährung geht auf Kosten der für sportliche Leistungsfähigkeit wichtigeren Kohlenhydrate und einer optimalen Glykogenspeicherung.
Vorsicht vor zuviel Fett
Die Qualität der Fette hängt vor allem von der Zusammensetzung der Fettsäuren ab. Die Ernährungswissenschaft unterscheidet zwischen gesättigten, einfach ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Von den "erlaubten" 30 Prozent Fettkalorien sollten nicht mehr als zehn Prozent gesättigte Fette aus tierischen und festen sowie gehärteten Pflanzenfetten aufgenommen werden. Zehn bis 13 Prozent sollten einfach ungesättigt sein. Ideal sind hier Oliven- und Rapsöl. Der verbleibende Rest entfällt auf die mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Sie sind vor allem in Pflanzenölen wie Sonnenblumen-, Soja- und Maiskeimöl sowie im Fett von Kaltwasserfischen wie Makrele, Hering oder Lachs enthalten.
Fisch ist Spitze
Achtung: Ein Teil der mehrfach ungesättigten Fettsäuren zählt zu den lebensnotwendigen Nährstoffen. Sie werden deshalb auch als essenziell bezeichnet. Hauptvertreter ist die zweifach ungesättigte Linolsäure. Täglich benötigen wir sieben bis zehn Gramm davon. Das entspricht ein- bis eineinhalb Löffeln Pflanzenöl. Tipp: Um eine optimale Versorgung zu gewährleisten, sollte zweimal die Woche Seefisch (Hering, Makrele, Lachs, Thunfisch) auf den Tisch kommen.






