Mineralien
Magnesium - das Power-Mineral
Forscher haben entschlüsselt, wie das winzige Magnesiummolekül zum Schutzschild des Nervensystems wird.
Wenn eine Nervenzelle etwa durch Schmerz erregt wird, schwimmen elektrisch geladene Teilchen (Ionen) durch Kanäle in der Zellhaut und erzeugen dabei elektrischen Strom. Der Stromimpuls wird zum Gehirn geleitet, das den Befehl gibt, die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin auszuschütten.
Magnesium wirkt als Stresskiller. "Es verstopft sozusagen die Ionenkanäle. Folge: Die Nervenzelle bleibt länger cool, wenn ein Reiz auf sie einwirkt; der Stromimpuls bleibt aus. Magnesium unterbricht die Kettenreaktion, die zur Ausschüttung der Stresshormone führt", erklärt Professor Jürgen Vormann aus München.
Ein graues, unscheinbares Pulver - auf den ersten Blick sieht Magnesium nicht gerade wie ein Wunderwirkstoff aus. Doch im menschlichen Körper ist es an über 300 Reaktionen beteiligt, bei denen Enzyme den Stoffwechsel ankurbeln.
Magnesium ist ein Power-Mineral. Denn Energie ist im Organismus in Form einer komplizierten chemischen Verbindung, dem ATP, gespeichert. Aus diesem Depot kann die Energie nur freigesetzt werden, wenn Magnesium den Startschuss zu dieser chemischen Reaktion gibt. Außerdem wirkt Magnesium positiv auf die Zellen der Muskulatur. Deshalb kann es Wadenkrämpfe lindern und Verspannungen der inneren Organe lösen.



