Die erste Mahlzeit
Das optimale Frühstück für einen langen Tag
Nicht nur der Gaumen freut sich über ein reichhaltiges Frühstück. Vollwertige Zutaten machen die wichtigste Mahlzeit des Tages zu einem gesunden Energie-Spender.
Bevor es ans Zusammenstellen des optimalen Frühstücks geht, gilt es die Frage zu beantworten, wieviel eigentlich allmorgendlich auf dem Teller landen darf. Die US-amerikanische Forscherin Daniela Jakubowicz von der Virginia Commonwealth University weiß zu berichten, dass sich selbst Menschen, die abnehmen wollen, nicht mit Knäckebrot, Magerquark und Obst begnügen müssen. In einer Untersuchung konnte sie zeigen, dass Rettungsringe leichter schrumpfen, wenn die Hälfte des täglichen Kalorienbedarfs schon beim Frühstück verfuttert wird.
Die genauen Ursachen der purzelnden Pfunde durch ausgiebiges Frühstücken sind noch nicht vollständig geklärt. Eine mögliche Erklärung ist, dass uns die am Morgen aufgenommene Energie rege und aktiv macht, weil der Körper verschwenderischer mit den aufgenommenen Kalorien umgehen kann. Gestützt wird diese Annahme von einer Studie, in der frühstückende Teilnehmer täglich insgesamt mehr Kalorien zu sich nahmen als Frühstücksverweigerer und dennoch weniger auf die Waage brachten.
Süß schlemmen für schnelle Energie
Es sei dahingestellt, ob die Aussicht auf ein opulentes Frühstück, das die Hälfte der täglichen Energiezufuhr abdeckt, jeden reizt. Sicher ist jedoch, dass niemand hungrig aus dem Haus gehen muss. Und wer sich obendrein an ein paar einfache Regeln orientiert, erfüllt alle Voraussetzungen für ein ausgewogenes, vollwertiges Frühstück und einen guten Start in den Tag. Bleibt nur noch die Entscheidung: Süß oder herzhaft?
Die wenigsten Menschen möchten morgens auf Getreideprodukte verzichten, denn der Körper lechzt nach Glucose und entwickelt einen entsprechenden Appetit auf Toast mit Honig oder Marmelade und Müsli mit Milch. Dagegen ist auch nicht generell etwas einzuwenden - damit der Körper jedoch ausreichend vom Frühstück zehren kann, sollte auf ballaststoffarme Nahrungsmittel wie Weißbrot- und Brötchen weitestgehend verzichtet werden. Je weniger Vollkorn das Brot oder das Müsli enthält, desto geringer sollte sein Anteil am Frühstück sein. Und wer sowieso eher auf frische Vitaminkost am Morgen steht, kombiniert einfach Obst mit Quark oder Joghurt.
Herzhaft schlemmen für lange Sättigung
Proteine sind perfekte Bausteine für das Frühstück, denn sie versorgen uns mit wichtigen Aminosäuren und sättigen obendrein besonders lang. Relativ geringe Mengen reichen aus, um die Zeit bis zum Mittagessen ohne Magenknurren und den Griff zum energiereichen Zwischensnack zu überstehen. Außerdem kann der Körper nur rund 70 Prozent der Kalorien aus Proteinen nutzen, was die Gefahr minimiert, dass sich die wichtigste Mahlzeit des Tages an der Hüfte festsetzt.
Ein eiweißreiches Frühstück, das uns gleichzeitig mit Glucose und Nährstoffen aus dem vollen Korn versorgt, bietet das belegte Vollkornbrot, das sich mit Käse, Quark, Fisch oder mageren Wurstwaren aus weißem Fleisch aufwerten lässt. Wer ein bisschen mehr Zeit für die Zubereitung des Frühstücks hat, kann sich gern ein Ei in die Pfanne hauen. Spiegelei, Rührei oder Omelett bieten eine Menge Eiweiß und wichtige Nährstoffe wie Vitamin D und Folsäure und spenden langanhaltend Power für Geist und Körper. Der gebratene Speck sollte jedoch gegen Pilze, frische Kräuter oder klein geschnittenes Gemüse eingetauscht werden.



