Ausgewogene Ernährung fördert unsere Leistungsfähigkeit
Anders essen - besser leben!
Eine gesunde, ausgewogene Ernährung fördert unsere Leistungsfähigkeit, das allgemeine Wohlbefinden und trägt zur Gesundheitserhaltung bei. Doch nur selten nehmen wir ausreichende Mengen lebenswichtiger Nährstoffe zu uns. Pflanzliche Produkte zur Nahrungsergänzung können helfen, unsere Ernährung umzustellen und so das natürliche Gleichgewicht im Körper zu erhalten.
Eine gesundheitsorientierte Ernährung strikt und kontinuierlich umzusetzen, kann durch allgegenwärtige Verlockungen schnell durchkreuzt werden. Vor allem wird es gefährlich, wenn der Heißhunger mit ins Spiel kommt. Schokoriegel oder eine Portion Pommes frites verführen dann dazu, die guten Vorsätze kurzerhand über Bord zu werfen. Zudem hinterlassen Schokolade und andere fettreiche Nahrung eher das Gefühl eines gefüllten Magens als leicht verdauliche Lebensmittel wie Obst oder Gemüse.
Doch was kann man tun, wenn man seine Ernährung gesünder gestalten, den Tag jedoch ohne knurrenden Magen verbringen möchte? Ein Sattmacher muss her!
Sattmacher: Ballaststoffe
Eine Möglichkeit, sich gegen Heißhunger wirkungsvoll zur Wehr zu setzen, ist die Aufnahme von Ballaststoffen. Sie sind z. B. in Vollkornnahrungsmitteln, in Gemüse und Obst enthalten. Es gibt mittlerweile spezielle pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel, die hauptsächlich aus Ballaststoffen bestehen. Gemäß den Informationen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. fehlen „bei Nahrungsergänzungsmitteln auf der Basis von Gemüse- und Obstextrakten (…) gegenwärtig in der Regel ausreichend wissenschaftliche Beweise für die behaupteten gesundheitlichen Wirkungen“ (DGEinfo 02/2010). Die Ballaststoffzufuhr aus dem direkten Verzehr von Obst und Gemüse stellt gegenüber dem aus Nahrungsergänzungsmitteln sicher, dass damit das ganze Spektrum an essenziellen und bioaktiven Substanzen aufgenommen wird. Selbst für diejenigen, die nicht gerne Obst und Gemüse essen, sind Nahrungsergänzungsmittel aus deren Extrakten keine empfehlenswerte Alternative, auch nicht in Bezug auf Ballaststoffe.
Ballaststoffe stillen den Hunger, ohne dem Körper Kalorien zu liefern. Denn das menschliche Verdauungssystem kann die Fasern nicht aufspalten und als Nahrung nutzen. Dafür dienen sie im Magen als volumenreiches Füllmaterial: Die Fasern quellen auf und führen schnell ein Sättigungsgefühl herbei, das länger anhält als die kurze Befriedigung durch einen Schokoriegel. Somit sind Ballaststoffe auch der Gewichtsregulation zuträglich. Ist der größte Hunger erst einmal gestillt, geben wir uns auch mit einer Banane oder einem knackigen Salat als Snack zufrieden.
Ballaststoffe schützen den Darm und erhalten die Gesundheit
Ballaststoffe erfüllen außerdem zahlreiche weitere Funktionen im Körper. Zum einen dienen sie den natürlicherweise im Darm vorkommenden Bakterien als Nahrung. Das ist wichtig, denn eine gesunde Darmflora im Verdauungstrakt hilft bei der Nahrungsverarbeitung und schützt den Darm vor Pilzbefall. Zum anderen binden die Ballaststoffe während ihrer Passage durch den Darm giftige Stoffe und fördern deren Ausscheidung aus dem Körper. Das schützt die Darmwand, denn eine zu lange Verweildauer von Schadstoffen im Verdauungstrakt kann sie reizen. Weiterhin helfen Ballaststoffe dabei, die Blutzucker- und Blutfettwerte zu regulieren.
Die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlene Tagesdosis an Ballaststoffen beträgt 30 Gramm und sollte am besten über den Verzehr von viel frischem Obst und Gemüse sowie Vollkornkost gedeckt werden. Allerdings gelingt das vielen Menschen kaum: Anders als empfohlen, kommen die Deutschen im Schnitt gerade mal auf eine Menge von 20 Gramm Ballaststoffe am Tag! Ärzte machen die mangelhafte Aufnahme von Ballaststoffen mit verantwortlich dafür, dass so viele Menschen an Krankheiten des Verdauungssystems leiden. Hämorrhoiden, Verstopfung und sogar Darmkrebs werden durch eine ballaststoffarme Ernährung begünstigt.
Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Kohlenhydrate und Ballaststoffe in der Ernährung; 10/2010 | 31. August; http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=1058, Download vom 31.08.2010
Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Sekundäre Pflanzenstoffe und ihre Wirkung auf die Gesundheit; DGEinfo 01/2010 – Forschung, Klinik und Praxis; URL: http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=1019, Download vom 01.09.2010



