Sport-Ernährung
Trinken bevor der Durst kommt
Wasser ist Transportmittel für den Körper und dient zur Temperatur-Regulierung durch Schweiß. Der Wasseranteil im Körper eines Erwachsenen beträgt 60 Prozent. Beim Sport verliert der Körper viel Flüssigkeit und die darin enthaltenen Mineralstoffe. Viel trinken, lautet die Devise. Denn wenn der Körper das Signal Durst meldet, hat die Leistungsminderung längst eingesetzt.
Der tägliche Wasserbedarf des Körpers liegt bei durchschnittlich 2,4 Litern WasserDavon müssen mindestens 1,5 Liter mit der Nahrung aufgenommen werden. Durch Schwitzen entstehen Flüssigkeitsverluste. Schon der Verlust von einem Prozent Körperflüssigkeit kann sich leistungsmindernd auswirken! Der Nachteil ist, dass sich das Durstgefühl zu spät bemerkbar macht. Erst nach ein bis zwei Litern Flüssigkeitsverlust signalisiert der Körper dem Gehirn das Verlangen nach Flüssigkeit. Bei einer 70 kg schweren Person setzt eine Leistungsminderung demnach schon bei einem Wasserverlust von 0,7 Litern ein, das Durstgefühl jedoch nicht. Daher muss ein Sportler darauf achten, stetig Flüssigkeit in kleinen Mengen zu sich zu nehmen.
Schwitzen bedeutet vor allem Mineralstoffverlust
Schwitzen bedeutet nicht nur Wasserverlust, sondern auch Mineralstoffverlust. Die Zusammensetzung des Schweißes ist nicht konstant, sie ist abhängig von vielen verschiedenen Faktoren, wie Dauer und Intensität der Belastung, Temperatur und Luftfeuchtigkeit, Trainingszustand und Ernährungsstatus. Insbesondere zu Anfang einer Tätigkeit ist die Menge an Mineralstoffen im Schweiß höher. Mit zunehmender Länge der Belastung nimmt diese Menge - mit Ausnahme von Natrium - jedoch ab. Daher ergeben sich sehr große Schwankungen beim Mineralstoffgehalt im Ganzkörperschweiß.
| Mineralstoff | mg/l | Durchschnittliche Menge |
| Natrium | 413-1091 | 752 |
| Chlorid | 533-1495 | 1014 |
| Kalium | 121-225 | 173 |
| Kalzium | 13-67 | 40 |
| Magnesium | 4-34 | 19 |



