Babysitter
Großeltern mütterlicherseits bemühen sich stärker um den Nachwuchs
Einer Studie zufolge haben Großeltern ein besonders großes Herz für die Kinder ihrer Tochter, während der Nachwuchs des Sohnes schon mal zurückstecken muss.
Es gibt wohl kaum eine Familie, die sich nicht hin und wieder auf die Hilfe ihrer Eltern verlässt, wenn es darum geht, die Kinder zu hüten. Oma und Opa springen in der Regel auch gern als Babysitter ein und beaufsichtigen die Kleinen, zumindest wenn es um den Nachwuchs der Tochter geht, haben Thomas Pollet und Kollegen von der Newcastle-Universität und der Universität in Antwerpen herausgefunden.
Die Forscher analysierten die Daten von rund 800 Großelternpaaren aus den Niederlanden, die maximal 30 Kilometer von ihren Enkeln entfernt wohnten. 30% der Omas und 25% der Opas mütterlicherseits sahen ihre Enkel mehrmals pro Woche. Die Großeltern väterlicherseits hielten sich da etwas mehr zurück. Nur 15% der Omas und Opas väterlicherseits besuchten ihre Enkel so häufig.
Studienautor Thomas Pollet vermutet, dass dieser ungleichen Familienbande ein psychologischer Mechanismus zugrunde liegt. Durch die gesamte Geschichte hindurch sind Frauen stets verwandtschaftlich verbunden, während Männer nie ganz sicher sein können, ob sie die biologischen Väter ihrer Kinder sind", erklärt Pollet. Im Gegensatz zu den Großeltern väterlicherseits, können die Großeltern mütterlicherseits ganz sicher sein, dass ihre Enkel mit ihnen verwandt sind.








