Therapie der Symptome
Therapie bei Husten
Husten ist ein Symptom, keine Krankheit. Er ist ein hörbares Zeichen der Reizung oder Entzündung der Luftröhre. Medikamente und pflanzliche Heilmittel helfen, das Symptom zu lindern.
Husten ist ein Reflex, um Fremdkörper aus der Luftröhre und den Bronchien zu entfernen. Trinken Sie daher ausreichend Flüssigkeit, um das Abhusten des Bronchialsekrets zu erleichtern. Vermeiden Sie eine zusätzliche Reizung und Verunreinigung der Schleimhaut durch Rauchen.
Medikamente:
Die Behandlung orientiert sich am Beschwerdebild. Je nachdem, ob ein trockener Husten ohne Auswurf oder ein produktiver Husten vorliegt, kommen hustenstillende und/oder schleimlösende Medikamente zum Einsatz.
Hustenstiller (Antitussiva) sind Präparate, die einen quälenden trockenen Reizhusten unterdrücken. Sie sollten für maximal 14 Tage eingenommen werden. Bei produktivem Husten (Husten mit Auswurf) dürfen Antitussiva jedoch nicht angewendet werden.
Schleimlöser (Expektoranzien) unterstützen bei produktivem Husten den Selbstreinigungsmechanismus. Sie vermindern den Rückstau von zähflüssigem Sekret und verbessern den Abtransport. Zu dieser Medikamentengruppe gehören Arzneimittel mit den Wirkstoffen Acetylcystein (ACC), Ambroxol und Bromhexin. Ob die Wirksamkeit der genannten schleimlösenden Medikamente tatsächlich besser ist als eine vermehrte Flüssigkeitszufuhr, konnte bislang nicht in Studien bestätigt werden. Lassen sie sich von Ihrem Hausarzt oder Apotheker beraten, um das richtige Hustenmittel einzunehmen.
Pflanzliche Präparate und Naturheilverfahren:
Neben den chemischen Hustenstillern lindern auch pflanzliche Präparate den trockenen Husten. Sogenannte Schleimdrogen bilden eine schützende Schleimschicht, die eine weitere Reizung der Rachenschleimhaut verhindert. Bewährte Schleimdrogen sind Eibischblätter/-wurzeln, Isländisch Moos, Malvenblätter/-blüten und Wollblume. Die Schleimdrogen sind in Form von Gurgellösungen, Pastillen, Lutschbonbons und Teeaufgüsse erhältlich.
Pflanzliche Schleimlöser werden in Form ätherischer Öle und pflanzlicher Tees angeboten. Ätherische Öle wie Menthol lösen Hustenreflexe aus und regen die Speichelsekretion und den Schluckreflex an. Sie besitzen eine antibakterielle und antivirale Wirkung und stimulieren die Sekretion der Bronchialdrüsen. Wirksame Öle sind: Anisöl, Eukalyptusöl, Pfefferminzöl, Kiefernadelöl, Myrtol, Cineol, alpha-Pinen, Thymianöl und Fenchelöl vor. Die Öle werden schnell von der Haut und den Schleimhäuten aufgenommen und sind daher zur äußerlichen Anwendung als Salbe, Creme, Badezusatz oder zur Inhalation geeignet. Außerdem werden die Naturwirkstoffe in Form von Bronchialtees oder Tabletten angeboten. Asthmatiker und Allergiker sollten sich vor der Anwendung ätherischer Öle von einem Arzt oder Apotheker beraten lassen.
Beer A-M, Loew, D: Arzneipflanzen bei Infekten der oberen und unteren Atemwege. Mit Spitzwegerich und Thymianöl in die Hustensaison. MMW-Fortschritte der Medizin, 41 (2008): 29-33. Springer Medizin Verlag, München.
Herrmann M: Akute Infekte der oberen Atemwege. Was Sie gegen Husten und Schnupfen tun können. MMW-Fortschritte der Medizin, 47 (2008): 26-30. Springer Medizin Verlag, München.





