Therapie der Symptome
Therapie bei Fieber:
Der Anstieg der Körpertemperatur dient der Abwehr von Viren und Bakterien. Fieber sollte daher nicht sofort durch Medikamente unterdrückt werden.
In der Anstiegsphase des Fiebers (Frösteln und Schüttelfrost, kalte Stirn) sollten Sie sich warm halten. Schweißtreibende Tees aus Linden- und auch Holunderblüten fördern die Schwitzkur. Kontrollieren Sie Ihre Körpertemperatur regelmäßig.
Richtig Fieber messen:
Die rektale Messung der Körpertemperatur ist mitunter unangenehm, ermittelt aber den genauesten Wert. Alternativ kann die Temperatur im Mund kontrolliert werden. Die Thermometerspitze muss im Mund hinten rechts oder links neben der Zunge platziert werden. Der Temperaturwert liegt etwa einen halben Grad unter dem Wert der Rektalmessung. Ungenau ist die Messung in der Achselhöhle. Um einen halbwegs genauen Messwert zu erhalten, muss das Thermometer etwa 10 Minuten in der Achselhöhle liegen.
Elektronischen Thermometer aus Kunststoff eignen sich besonders für eine sichere Temperaturkontrolle bei Kindern. Auf Quecksilberthermometer sollen Sie verzichten.
Medikamente:
Liegt die Temperatur über 38,5 Grad Celsius, sollte das Fieber behandelt werden. Medikamente wie Paracetamol, Acetylsalicylsäure (ASS) oder Ibuprofen senken die Körpertemperatur. Durch die erhöhte Körpertemperatur schwitzen Sie stark und der Körper verliert viel Flüssigkeit. Ganz besonders wichtig ist daher, den Flüssigkeitsverlust ausgleichen: Trinken sie Kamillentee, Wasser und Vitamin-C-angereicherte Getränke zur Unterstützung des Immunsystems!
Pflanzliche Präparate und Naturheilverfahren:
Ein Aufguss (Tee) aus Eukalyptusblättern hat eine fiebersenkende Wirkung.
Eukalyptustee:
25 Gramm getrocknete Eukalyptusblätter in einen Liter siedendes Wasser geben und 15 Minuten ziehen lassen. Trinken Sie vier Tassen täglich.
Wird das Fieber zu hoch, helfen kalte Wadenwickel und Essigsocken. Die kalten Wickel und Socken dürfen jedoch nur bei warmen Beinen und Füßen angewandt werden.
Wadenwickel:
Wasser und Apfelessig mischen. Ein Tuch darin eintauchen, auswringen und um die Waden wickeln. Der Wickel bleibt so lange liegen, bis er sich erwärmt hat. Wadenwickel sollten nicht unter der Bettdecke angelegt werden. Die Verdunstung wird verhindert und der Wadenwickel ist wirkungslos. Daher die Bettdecke zurückschlagen.
Essigsocken:
Drei Esslöffel Essig in einen Liter kaltes Wasser geben. Baumwollsocken darin tränken, auswringen und anziehen. Ein paar dicke Socken darüber ziehen und ins warme Bett legen. Essigsocken nach etwa einer Stunde erneuern.
Nach starkem Schwitzen sollten sie den Bettbezug regelmäßig wechseln und nur leichte Bettbekleidung tragen. Lüften Sie das Zimmer regelmäßig in kurzen Schüben.
Arztbesuch:
Wenn das Fieber länger als drei Tage anhält und über 39 Grad Celsius beträgt, sollten sie sich unbedingt von einem Arzt untersuchen lassen. Anhaltende Temperaturen über 38 Grad Celsius können den gesamten Organismus erheblich belasten. Chronisch oder mehrfach Kranke sollten daher nicht unnötig zögern rechtzeitig einen Arzt zu konsultieren.
Herrmann M: Akute Infekte der oberen Atemwege. Was Sie gegen Husten und Schnupfen tun können. MMW-Fortschritte der Medizin, 47 (2008): 26-30. Springer Medizin Verlag, München.





