Sinusitis
Wenn die Nasennebenhöhlen zu sind
Schleimhautabschwellende pflanzliche Wirkstoffe und abschwellende Nasentropfen wie Tropfen aus Meerwasser helfen bei Schnupfen und auch bei Nasennebenhöhlenentzündungen.
Sie sorgen dafür, dass die Zugänge zu den Nebenhöhlen frei werden und die Durchlüftung der Höhlen funktioniert. Heimische Kräuter, so zum Beispiel Kamille und Pfefferminze, aber auch die mediterranen Kräuter Salbei und Rosmarin wirken stark entzündungshemmend. Eukalyptus und Menthol machen die Nase frei und wirken angenehm kühlend. Das ätherische Öl dieser Pflanzen greift die Nasenschleimhäute nicht so stark an wie viele andere Präparate.
Inhalieren: Heilende Dämpfe beschleunigen die Genesung
Für die Inhalation eignen sich zahlreiche Heilkräuter. Über den Wasserdampf gelangen ihre flüchtigen Bestandteile in die Nase, die Nasennebenhöhlen und in die Bronchien, wo sie festsitzende Sekrete lösen. Zum Inhalieren lassen sich ätherische Öle verwenden, die dem Wasser tröpfchenweise zugesetzt werden, oder aber alternativ einige Löffel des getrockneten Krautes. Besonders bewährt haben sich Eukalyptus, Menthol, Thymian, Salbei und Kamille. Sie lösen Schleim und wirken keimtötend. Kleine Patienten sollten stets nur Zubereitungen ohne Menthol inhalieren und der Sicherheit zuliebe einen Dampfinhalator (eine sogenannte Mund-Nasen-Maske) aus der Apotheke verwenden. Menthol kann bei Kleinkindern und Säuglingen zum Teil Atemstörungen bis hin zum reflektorischen Atemstillstand verursachen. Daher sollten bei ihnen Präparate mit diesen Inhaltsstoffen nicht direkt im Nasen- und Mundbereich aufgetragen werden.
Wirkt die Behandlung mit pflanzlichen Heilmitteln nicht, sollte auf jeden Fall ein Arzt zu Rate gezogen werden, damit sich aus einer akuten keine chronische Nebenhöhlenentzündung entwickelt. Eventuell ist eine Behandlung mit Antibiotika notwendig.
Herrmann M: Akute Infekte der oberen Atemwege. Was Sie gegen Husten und Schnupfen tun können. MMW-Fortschritte der Medizin, 47 (2008): 26-30. Springer Medizin Verlag, München.





