Symptome
Schnupfen
Der Schnupfen wird in der Medizin auch Rhinitis genannt. Eine akute Rhinitis ist eine virale Infektion der Nasenschleimhaut. Typische Erreger sind Rhinoviren und Coronaviren. Die meisten Erkältungen verlaufen relativ mild. Komplikationen sind dennoch möglich. Abwehrgeschwächte tragen ein besonders hohes Risiko.
Als Zeichen der mit dem Infekt verbundenen Entzündung ist die Nasenschleimhaut gerötet und geschwollen. Die Schleimhäute produzieren vermehrt Flüssigkeit, sodass die Nase läuft. Unangenehm, aber ein gutes Zeichen für ein funktionierendes Immunsystem, denn der Körper versucht, die Viren über die vermehrte Schleimproduktion wieder loszuwerden. In der Schleimhaut sind die Granulozyten (eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen) besonders aktiv. Sie versuchen die Krankheitserreger zu umschließen, und sie in sich aufzunehmen. Bei einem gewöhnlichen Schnupfen ist das Sekret sehr flüssig. Liegt jedoch eine fortgeschrittene bakterielle Infektion der Nasenhöhle vor, ist das Nasensekret eher gelb bis grünlich verfärbt und dickflüssig.
Eine mögliche Komplikation des Schnupfens ist die Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis), die häufig durch eine bakterielle Infektion begleitet wird. Stark angeschwollene Schleimhäute, eitriger Schnupfen, Fieber sowie Kopf- und Gesichtsschmerz sind die Folge.
Loren J.(2007): Erkrankung der oberen Atemwege. In: Schölmerich J. (2007): Medizinische Therapie 2007/2008, 3. überarbeitete Auflage, Springer Verlag, Heidelberg.





