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Essen bei Krankheit

Sanftes Doping aus den Tropen: Mate & Co.

Eines haben Ökodrogen gemeinsam: Sie regen an, aber sie regen nicht auf. Sanfte Stimulanzien aus den Tropen wie Mate oder Guarana helfen auf anregende Art, Stress abzubauen und die Sinne zu öffnen. Als Kapseln, Pulver oder Tee finden wir sie in jeder Apotheke. Nach den Techno-Kids entdecken nun auch immer mehr Mediziner die alten Substanzen der Naturvölker.

Mate und Guarana sind leichte psychedelische Drogen. Sie wirken auf das zentrale Nervensystem und greifen sanft in unsere Psyche ein. Bei den Ureinwohnern dienten sie kultischen und medizinischen Zwecken. Pharmakologen rätseln bis heute, auf welche Art diese Heilpflanzen eigentlich wirken.

Guarana gibt Kraft bei Erschöpfung

Guarana machte einst Schlagzeilen als sanfte Techno-Droge. Heute ist das erdig schmeckende Samenpulver der brasilianischen Liananpflanze Paullinia cupana fast in Vergessenheit geraten. Dabei kann das Powerpulver mit dem Koffein-Kick mehr, als nur Tanzwut zu erzeugen.

Guaranin als "stärkstes Koffein der Welt" fördert geistige Aktivitäten und belebt gleichzeitig die Atmung, den Muskeltonus und das Herz. Durch den Mix von Ballaststoffen und Koffein regt Guarana an, ohne den Magen zu reizen. Die Pflanzenfasern entgiften den Organismus und sorgen für eine langsame und langanhaltende Wirkung. Als Tee getrunken oder als Pulver gegessen hilft Guarana bei folgenden Erkrankungen:

  • bei chronischer Erschöpfung


  • bei Verkrampfungen

  • bei Depressionen

  • bei Schmerzen, insbesondere bei Migräne

Guarana gibt es als Pulver, in Getränken oder als Riegel.

Mate entspannt die Nerven

Mate-Tee wird aus den Blättern des immergrünen Yerba-Baumes hergestellt und dient den Viehhirten Argentiniens, den Gauchos, seit Jahrhunderten als Lebenselixier. Sie schlürfen den Blättersud des Stechpalmengewächses mit Hilfe eines Metallröhrchens aus einem getrockneten Kürbis. Das beruhigt die Nerven und hilft den einsamen Bewohnern der Pampas, ihr seelisches Gleichgewicht zu bewahren.

Grüner Mate-Tee gilt als wertvolles Heilmittel bei depressiven Verstimmungen, Nervenschwäche und Migräne:

  • Cyanogene Glycoside entkrampfen die Gefäße und verdünnen das Blut. Magnesium wirkt entspannend (spasmolytisch) auf die Muskulatur.

  • Isovaleriansäure und Laurinsäure fördern die Durchblutung des Kopfes und wirken deswegen psychisch aufhellend.

  • Das Koffein entfaltet durch die Kombination mit Gerbstoffen seine langanhaltend stimulierende Wirkung auf das zentrale Nervensystem. Es fördert die Herz- und Gefäßdurchblutung und lindert Neuralgien.

  • B-Vitamine ernähren und stärken die Nerven.


Autor: Springer Medizin
Stand: Jan 17, 2003


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