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Daten & Fakten

Häufigkeit des Diabetes mellitus

Die Zahl der Diabetiker geht in die Millionenhöhe. Allerdings geht man von einer Dunkelziffer von 40 bis 50% unerkannter Diabetiker aus. Demnach dürfte die tatsächliche Zahl in Deutschland 7 bis 8 Millionen betragen, was bedeutet, dass etwa jeder 10. Bundesbürger betroffen ist.

In Deutschland gibt es etwa 250.000 Patienten mit Typ-1-Diabetes – das sind 5% aller Diabetiker. Der Typ-1-Diabetes kann sich in jedem Alter erstmals manifestieren, er tritt jedoch meistens vor dem 35. Lebensjahr auf. Am höchsten ist die Neuerkrankungsrate bei Kindern zwischen 11 und 13 Jahren. Deshalb wurde der Typ-1-Diabetes früher auch als jugendlicher oder juveniler Diabetes bezeichnet.

Die überwiegende Mehrheit der Betroffenen haben einen Typ-2-Diabetes, davon sind mehr als die Hälfte über 65 Jahre alt. Im Zusammenhang mit dieser Diabetesform bestehen häufig gleichzeitig Übergewicht, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen. Man spricht dann vom Metabolischen Syndrom. Der Typ-2-Diabetes macht sich meist nach dem 40. Lebensjahr erstmals bemerkbar und wurde deshalb früher auch als Altersdiabetes oder Alterszucker bezeichnet. Die Anzahl der Typ-2-Diabetiker steigt weltweit an. Ein Grund hierfür ist, dass zunehmend mehr Menschen sich falsch ernähren, übergewichtig sind und sich zu wenig bewegen. Darüber hinaus ist zu beobachten, dass immer mehr Menschen schon im jüngeren Alter erkranken.

Andere Diabetesformen, wie z.B. der Schwangerschaftsdiabetes oder ein Diabetes infolge einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse, sind zahlenmäßig weniger bedeutend. Bei 2-5% aller Schwangeren kommt es zu einer behandlungsbedürftigen Erhöhung des Blutzuckers. In der Regel verschwindet der Diabetes nach Beendigung der Schwangerschaft. Allerdings besteht für die betroffenen Frauen ein erhöhtes Risiko, später – unabhängig von einer Schwangerschaft – einen Diabetes zu entwickeln: Mindestens 30% der Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes weisen nach 10 Jahren einen Diabetes auf, vielfach einen Typ-2-Diabetes.

Wissenswertes

Der medizinische Begriff "Diabetes" steht für "Durchfluss", weil ein stark erhöhter Blutzucker zu verstärktem Wasserlassen führt. Der Anhang "mellitus" bedeutet "süß", weil der ausgeschiedene Urin reichlich Glukose enthält und daher einen süßlichen Geruch hat.


Autor: Springer Medizin
Stand: Feb 3, 2010


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