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Ernährung

Gesunde Kost beugt Erkrankungen im Erwachsenenalter vor

Eine optimale Ernährung im Kindesalter und das Erlernen einer richtigen Ernährungsweise sind wichtige Grundbausteine für die Gesundheit bis ins hohe Alter. Der Körper des Kindes befindet sich im Aufbau: Das Skelett wächst schnell, bestimmte Organe sind noch nicht vollständig funktionsfähig, die Zähne bilden sich. Hierfür benötigt ein Kind besonders hochwertige Nahrung.

Wer zum Beispiel als Kind und Jugendlicher viel Milch trinkt, stärkt damit Knochen und Zähne auch für die späteren Lebensjahre. Wer fettarm isst, beugt Übergewicht mit allen seinen Folgen bis ins Erwachsenenalter vor. Ausreichend Seefisch und Jodsalz bieten der Schilddrüse beste Arbeitsbedingungen. Faktoren wie diese tragen dazu bei, dass aus gesunden Kindern gesunde Erwachsene werden können.

Säuglingsernährung

Der beste Ernährungsstart ist und bleibt die Muttermilch. Können Mütter nicht Stillen stehen industriell hergestellte Anfangsnahrungen, die der Muttermilch fast in ihrer Zusammensetzung entsprechen, zur Verfügung.

Bis nach Vollendung des vierten Lebensmonats sollte das Baby nur mit Muttermilch oder Anfangsnahrung ernährt werden. Erst ab dem fünften Monat können Eltern langsam mit der Einführung von Beikost beginnen. Bezüglich der Einsatzzeit und Zusammensetzung der Beikost gibt es keine Unterschiede zwischen gestillten und mit Säuglingsanfangsnahrung ernährten Babys.

Eltern können die Breie entweder selbst herstellen oder auch auf industriell gefertigte Produkte zurückgreifen. Industriell hergestellte Beikost ist praktisch frei von Pestizidrückständen, da die Auflagen der Herstellerfirmen für den Gemüseanbau sehr streng sind. Auch der Vitamin-, Keim- und sonstige Fremdstoffgehalt ist aus ernährungsphysiologischer Sichtweise oftmals als günstiger zu beurteilen als bei der Selbstherstellung von Beikost. Allerdings bietet die Kost bei Selbstzubereitung häufig eine größere Geschmacksintensität, so dass Zusätze wie Salz und Zucker meistens überflüssig sind.

Stoffwechsel auf Hochtouren

Ab dem ersten Lebensjahr ist der Organismus des Kindes in der Lage, normales "Tischessen" zu verwerten. Grundlage der Ernährung sollte - ähnlich wie bei Erwachsenen - eine optimierte Mischkost sein. "Optimiert" heißt eine Kost, die den Bedarf an allen Nährstoffen deckt und gleichzeitig vor so genannten Zivilisationskrankheiten, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gicht und Osteoporose schützt. Diese Kostform lässt sich einfach in drei Regeln zusammenfassen:

  • Pflanzliche Lebensmittel und Getränke: reichlich
  • Tierische Produkte: mäßig
  • Fettreiche Kost: sparsam

Kartoffeln, Brot, Gemüse, Obst, Milch, Käse und seltener Fleisch, Fisch, Eier und Fett sind die optimalen Zutaten für eine gesunde Kinderkost. Im Unterschied zu Erwachsenen haben Kinder, vor allem wegen ihres Wachstums, einen höheren Energiebedarf. Der Aufbaustoffwechsel des Kindes bildet ständig neue Zellen und für die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur wird ebenfalls mehr Energie verbraucht. Nicht zuletzt ist der kindliche Bewegungsdrang sehr viel höher als bei Erwachsenen. Deshalb dürfen die Kalorien bei der Kinderernährung auch zu 30 bis 40 Prozent aus Fett bestehen ( bei Erwachsenen sollte der Fettanteil nur 25 bis 30 Prozent betragen). Das Kind kann deshalb gelegentlich ruhig wenig Süßigkeiten oder auch mal Fast Food essen.

Regelmäßige Mahlzeiten sinnvoll

Es gibt noch andere Besonderheiten in der Kinderernährung zu beachten. Im Kindergartenalter sind Magen, Darm und der gesamte Verdauungsapparat zwar ausgereift, im Vergleich zu dem eines älteren Kindes und dem eines Erwachsenen aber noch nicht voll belastbar. Häufig verträgt das Kind keine schwer verdaulichen Speisen wie Hülsenfrüchte, sehr Fettes und stark Geröstetes.

Doch nicht nur was, sondern auch wie Kinder essen ist wichtig. Kinder verfügen im Schulalter über weniger Speicherkapazität als Erwachsene, das betrifft vor allem den Kohlenhydratstoffwechsel. Deshalb ist ein regelmäßiger Mahlzeitenrhythmus mehr als sinnvoll. Empfehlenswert sind drei Hauptmahlzeiten und zwei Zwischenmahlzeiten. Die Hauptgerichte dürfen nicht zu üppig, salzig und fettig sein, und die kleinen Mahlzeiten zwischendurch sollten aus kleinen Portionen Obst und Gemüse bestehen.


Autor: Springer Medizin
Stand: Feb 6, 2008


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