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Ultraschall und Triple Test

Risikofreie Untersuchungen des Embryos

Die bekannteste vorgeburtliche Untersuchung ist die Sonographie (Ultraschall). Fachärzte können anhand dieser Untersuchung Entwicklungs- störungen des Embryos erkennen. Auch Bluttests zählen zu den Untersuchungen, die das Gewebe der Schwangeren nicht verletzen und deshalb nicht-invasiv (nicht-eingreifend) genannt werden.

Ultraschall

Eine Ultraschalluntersuchung ist theoretisch zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft möglich. Im Rahmen der Vorsorge erhalten Schwangere dreimal eine Ultraschallkontrolle, in der zehnten, der zwanzigsten und der dreißigsten Schwangerschaftswoche. Erfahrene Ärzte können anhand der Ultraschalluntersuchung Störungen des Wachstums sowie Fehlbildungen von Organen und Missbildungen feststellen. Risiken für Mutter und Kind sind bisher keine bekannt.

In Kliniken und Zentren untersuchen Spezialisten unsichere Fälle anhand des "Missbildungsultraschalls". Mit diesen Geräten können Ärzte eine Feindiagnose vornehmen und Fehlbildungen der Organe noch genauer erkennen als mit dem normalen Ultraschall. Genetische Defekte lassen sich mit einer Trefferwahrscheinlichkeit von etwa 70 Prozent vorhersagen.

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Frühe Bluttests

Mikrobiologische Untersuchungen aus dem Blut der Schwangeren geben Aufschluss über Krankheiten oder Missbildungen des ungeborenen Kindes. Gynäkologen sind sich jedoch einig, dass Bluttests durch ungenaue Messungen oder Auswertungen fehleranfällig sind und möglicherweise die Frauen verunsichern.

Der Gynäkologe Peter Kozlowski vom Zentrum für Pränatal-Medizin und Genetik in Düsseldorf ist ein Verfechter des frühen Bluttests im ersten Drittel der Schwangerschaft: "Es bietet den Frauen, die ihn wollen, früher die Möglichkeit zu einer Entscheidung." Solche Untersuchungen können allerdings verfrüht sein: "Manchmal sind wir schneller als die Natur", so Kozlowski. Fast die Hälfte der Embryos mit Fehlbildungen in diesem frühen Schwangerschaftsstadium überleben nicht, die Mütter erleiden eine Fehlgeburt.

Triple-Test

Beim so genannten Triple-Test entnimmt der Arzt der schwangeren Frau Blut und bestimmt drei Hormonwerte. Er ist ab der 18. Schwangerschaftswoche möglich. Der Nachteil des Triple-Tests: Es wird keine Diagnose gestellt, sondern lediglich ein Wahrscheinlichkeitswert für ein Down-Syndrom oder eine Spaltbildung des Rückens (spina bifida) errechnet. Etwa 60 Prozent aller Fälle von Down-Syndrom und etwa 80 Prozent aller Fälle von Spaltbildungen werden durch den Triple-Test entdeckt.


Autor: Springer Medizin
Stand: Jul 17, 2007


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