
Das Fettgen ist Schuld
Zu dick nach dem ersten Kind?
Das Fettgen ist schuld an Übergewicht nach der Schwangerschaft - dies fanden Wissenschaftler heraus. Jede fünfte Frau trägt es in sich. Es kann das Abnehmen nach der Geburt erheblich erschweren und für nachhaltig höheres Körpergewicht sorgen. Doch es gibt Möglichkeiten, die Veranlagung auszutricksen. Und: Wer Sport treibt, bleibt verschont.
Dass Schwangere "für zwei essen" sollen, gilt längst als überholt. Es ist richtig, daß einige Frauen schon in der Frühschwangerschaft erstaunlichen Appetit entwickeln und stark zunehmen. Nach Auskunft der Deutschen Gesellschaft für Ernährung haben Schwangere jedoch nur einen 20% höheren Nährstoffbedarf als Nichtschwangere. Sie sollten sich möglichst vitamin- und mineralstoffreich, aber durchaus fettarm ernähren.
Nach der Geburt wiegen viele Frauen 10 Kilogramm mehr
Während der 40 Schwangerschaftswochen nehmen Frauen im Schnitt 12 bis 15 kg zu. Dieses Gewicht der Schwangeren setzt sich folgendermaßen zusammen: 3 bis 4 Kilogramm macht allein das Baby aus, je 1 Kilogramm wiegen Gebärmutter, Fruchtwasser und Mutterkuchen, 500 Gramm wiegt das zusätzliche Brustgewebe, 1 Kilogramm zusätzliches Gewebéwasser und 4 Kilogramm zusätzliches Körperfett. Nach der Geburt sind viele Frauen noch immer 10 Kilogramm schwerer als vor der Schwangerschaft.
Hormonumstellung nach der Geburt
Durch die Hormonumstellung nach der Geburt wird Gewebewasser wieder ausgeschwemmt. Das Körperfett stellt die Energiereserve für das Stillen dar und wird langsam abgebaut. Es gibt jedoch immer wieder Frauen, die sogar ein Jahr nach der Geburt ihres Kindes noch mehr wiegen als vor ihrer Schwangerschaft. Dafür machen Essener Wissenschaftler das Ur-Gen verantwortlich. Bis zu 20% aller Schwangeren tragen dieses Gen in sich, das eine erhebliche Steigerung des Körpergewichtes nach der Schwangerschaft bewirken kann. Bei Frauen, die jedoch mindestens zweimal in der Woche Sport treiben, macht sich das Fettgen nicht bemerkbar. Die Untätigen nehmen zu.
Jede Dritte schafft den Weg zurück zum Normalgewicht
Betroffene sollten lange Spaziergänge mit ihrem Kind machen, Angebote wie Rückbildungsgymnastik wahrnehmen und ab und zu auch mal den Vater auf das Baby aufpassen lassen. Die freie Zeit lässt sich bestens für Sport nutzen, zum Beispiel für Verabredungen zum Joggen mit Freundinnen oder für den Fitnessclub. Auch wenn Mütter sich häufig müde und gestresst fühlen, sollten sie ihre Sporttermine wahrnehmen. Sie werden sich danach frischer und gelassener fühlen.
Mit Motivation und Konsequenz zum Wohlfühlgewicht
Um die überflüssigen Pfunde loszuwerden, empfiehlt es sich Fettes, Süßes und Alkohol zu meiden, die Lebensgewohnheiten allmählich umzustellen und regelmäßig das Gewicht zu kontrollieren. Jede dritte Übergewichtige schafft es mit Motivation und Konsequenz zurück zum Normalgewicht. Das Risiko für Bluthochdruck, Herzinfarkt und Zuckerkrankheit nimmt dann wieder deutlich ab.










