Abstillen
Welche Möglichkeiten gibt es?
Manche Situationen machen ein abruptes Abstillen nötig. Für diesen Fall gibt es Medikamente. Das Abstillen ist aber auch ohne Medikamenteneinsatz möglich.
Abstillen sofort nach der Geburt ist selten nötig. Wenn Sie nicht stillen möchten, hilft Ihnen Ihr Arzt. Ihr Kind wird nicht angelegt und Sie erhalten ein Medikament, das die Milchbildung hemmt. Sie sollten dann auch wenig trinken, nur etwa einen halben Liter pro Tag. Salbei- und Pfefferminztee sind gut geeignet. Zusätzlich drosselt ein Hochbinden der Brüste oder ein geeigneter straffer BH die Milchproduktion. Wenn Sie schon angelegt oder gestillt haben und plötzlich abstillen müssen, erhalten Sie ein anderes Medikament, das zwar gut wirkt, aber manchmal Nebenwirkungen wie Schwindel und Kopfschmerzen erzeugt. Bei diesem Medikament ist eine Flüssigkeitseinschränkung oder ein Hochbinden der Brüste nicht nötig.
Am einfachsten ist natürliches, langsames Abstillen. Sie können Mahlzeit für Mahlzeit durch andere Nahrung ersetzen, dann hört die Milchbildung allmählich auf. Wenn Sie abrupt ohne Medikamente abstillen möchten, legen Sie Ihr Kind nicht mehr an. Sie sollten dann weniger trinken und die Brust hoch und fest an den Brustkorb pressen (z.B. mit einem festen BH). Beim Milcheinschuss kann die Schwellung mit kühlen Kompressen behandelt werden. Wird die Spannung zu groß, können Sie nach Anwendung von feuchter Wärme mit der Hand Milch ausstreichen oder vorsichtig abpumpen, bis der Druck nachlässt. Am besten lassen Sie sich auch zu Hause von Ihrer Hebamme dabei helfen.








