
Geburt & Kaiserschnitt
Studie beweist: Wassergeburten sind kürzer
Immer mehr Schwangere entscheiden sich für eine Geburt im Wasser und das aus gutem Grund. Südtiroler Mediziner haben nachgewiesen, dass sich die Entbindung so deutlich verkürzen lässt. Weiteres Plus: Bei Wassergeburten mussten die Ärzte viel seltener einen Dammschnitt durchführen. Geburten im Bett und auf dem Gebärhocker schnitten schlechter ab.
In einer fünf Jahre dauernden Studie haben Dr. Albin Thöni und Dr. Konrad Mussner vom Kreiskrankenhaus Sterzing unterschiedliche Entbindungsmethoden miteinander verglichen: im Wasser, im Bett und auf dem Gebärhocker. Die Geburt im Wasser schnitt dabei besonders gut ab. Nur bei 0,5% aller Wassergeburten mussten die Ärzte einen Dammschnitt durchführen. Bei der Geburt auf dem Hocker waren es 8%, bei der Entbindung im Bett immerhin 17. Dammrisse kamen bei allen Frauen gleich häufig vor. Bei Wassergeburten konnte zudem weitgehend auf Schmerz- und Wehenmittel verzichtet werden.
Bei den erstgebärenden Frauen untersuchten die Ärzte auch die Geburtsdauer. Diese war bei der Wassergeburt deutlich kürzer, was die Forscher in erster Linie auf eine schnellere Eröffnungsphase zurückführen. Im Schnitt lag sie bei 381 Minuten im Wasser und bei 473 Minuten im Gebärbett. Die Austreibungsphase war bei allen Methoden etwa gleich lang und lag durchschnittlich bei 35 Minuten. Den Grund für das positive Abschneiden der Wassergeburt sehen Thöni und Mussner in der besseren Entspannung des Beckenbodens und in der halbaufrechten Haltung der Gebärenden. (red)










