
Körperbild und Psyche
Schwangerschaft erkennt man nicht nur am Babybauch
Neben der Gewichtszunahme sieht man an körperlichen Veränderungen während der Schwangerschaft vor allem Veränderungen an der Haut.
Infolge der Schwangerschaft verändern sich viele Prozesse im mütterlichen Körper, z.B. die Hormonausschüttung und die Durchblutung. So verraten nicht nur der wachsende Bauch und der Zeiger an der Waage, dass eine Frau schwanger ist. Veränderungen zeigen sich beispielsweise auch an der Haut und in der allgemeinen Befindlichkeit.
Stärkere Durchblutung und Hormone verändern den Teint
Die allgemein stärkere Durchblutung von Haut und Schleimhäuten lässt viele Schwangere frischer und rosiger aussehen als sonst und führt zu einer stärkeren Venenzeichnung. Die Schleimhäute in der Nase können anschwellen und die Symptome eines trockenen Schnupfens" hervorrufen. Durch Melatonin-Ausschüttung kann eine fleckige dunklere Tönung der Haut entstehen, auch die Brustwarzenhöfe und die Bauchmittellinie sind häufig stärker pigmentiert. Etwa die Hälfte der Schwangeren entwickelt im letzten Drittel der Schwangerschaft zunächst tiefrote, später silbrig-weiße Schwangerschaftsstreifen (Striae) unterhalb der Hautoberfläche.
Bauchumfang und Körpergewicht nehmen zu
Die gesamte Gewichtszunahme in der Schwangerschaft beträgt etwa 12-14 kg. Sie ist unter anderem abhängig vom Ausgangsgewicht und der Körperlänge der Mutter. So nehmen bereits vorher übergewichtige Mütter in der Schwangerschaft weniger zu als untergewichtige. In den ersten 16 Wochen ist im Grunde keine kindesbedingte Gewichtszunahme nötig, später beträgt die Zunahme pro Woche ca. 500 g.
Die Gewichtszunahme resultiert aus dem Kindsgewicht, dem Fruchtwasser einschließlich des Mutterkuchens, der Größenzunahme von Gebärmutter und Brüsten sowie der Steigerung des Blutvolumens, vor allem aber aus der Zunahme des Körperwassers.
Schwangere versuchen über eine vermehrte Gegenarbeit der Rückenmuskulatur dem zunehmenden Gewicht des Bauches entgegenzuwirken. Daraus resultiert der typische stolze Gang" der Schwangeren.
Auch erhöhte Empfindsamkeit ist ein Schwangerschaftszeichen
Vor allem in der Frühschwangerschaft können schwangerschaftstypische Beschwerden wie Übelkeit oder Erbrechen zu einer zusätzlichen psychischen Belastung führen. Der Schutzinstinkt der Schwangeren für ihr ungeborenes Kind führt häufiger zu einer größeren Empfindsamkeit in Belastungssituationen.
Grundsätzlich sind alle körperlichen und psychischen Veränderungen Ausdruck einer sinnvollen Einstellung auf das neu heranwachsende Leben.










